Wahrig Herkunftswörterbuch
Weide
für diesen Baumnamen (
mhd.
wīde, ahd.
wīda) und vergleichbare Substantive aus anderen idg.
Sprachen (z. B. schwed.
vide „Weide“, lat.
vitis „Ranke, Rebe“, griech.
itéā „Weide“) lässt sich unter Rückgriff auf lautähnliche Verben wie lat.
viere „binden, flechten“ und russ.
vit' „winden“ die gemeinsame idg.
Wurzel *uei(ə)– „biegen, winden, drehen“ erschließen, was für eine Namensgebung aufgrund der biegsamen, zum Flechten verwendeten Zweige der Weide spricht; auf einer erweiterten Form der hier genannten Wurzel basiert möglicherweise auch das Substantiv → Weib
Wissenschaft
Parasit zum Medikamenten-Boten umfunktioniert
Er kann ins Gehirn einwandern und dort Nerven manipulieren: Diese berüchtigte Fähigkeit des Erregers der Toxoplasmose könnte sich für die Medizin einsetzen lassen, berichten Forschende: Sie haben den Parasiten Toxoplasma gondii so verändert, dass er Nervenzellen mit komplexen Wirkstoffen beliefern kann, die sich sonst nur schwer...
Wissenschaft
Weiß oder rot?
Ein Vergleich antiker Überlieferungen mit Praktiken der Weinbauern Georgiens stellt bisherige Annahmen zur Weinerzeugung der alten Römer in Frage. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Wein war im römischen Reich ein Grundnahrungsmittel, darin sind sich die Gelehrten einig. Überlieferte Texte und archäologische Funde verraten, wie die...