Wahrig Herkunftswörterbuch
drücken
das westgermanische Wort (
[Info]mhd.
drücken,ahd.
thruken) ist wahrscheinlich eine Intensivierung des germanischen Wortes *þrug–, bezeugt inaltnord.
þrúga „drücken“; bereits in mittelhochdeutscher Zeit ist auch die übertragene Bedeutung des „inneren Drucks“ bekannt, daher auch bedrückendrücken: sich drücken
Wer sich um etwas Unangenehmes drückt, um es nicht tun zu müssen, der macht sich im Wortsinn schmal – und zwar so schmal, dass er gleichsam verschwindet. Belegt ist diese Wendung schon 1494 im Narrenschiff des Sebastian Brant, wo es von den Buchdruckern zweideutig heißt: „sie dunt in selber schad und schand / mancher der drückt sich uß dem Land“. Derjenige, der sich drückt, wird auch als Drückeberger bezeichnet. Mehr oder weniger scherzhafte Benennungen wie diese werden (wie etwa Schlauberger, Nassauer oder Schlaumeier) nach dem Muster von Orts– oder Familiennamen gebildet.
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