Lexikon

Gntherapie

die Behandlung von Erbkrankheiten durch Übertragung von intakten Genen in Körperzellen (somatische Gentherapie) oder in die Geschlechtszellen (Keimbahntherapie). Sie dienen entweder als Ersatz für defekte Gene im Organismus (Substitutionstherapie), zur Unterdrückung krankmachender Genaktivitäten (Suppressionstherapie) oder dazu, bestimmte Funktionen in Körperzellen gezielt zu unterstützen (Additionstherapie). Während die Keimbahntherapie wegen der Gefahr einer möglichen „Menschenzucht“ und wegen der notwendigen Versuche an menschlichen Embryonen in Deutschland gesetzlich verboten ist, wurde 1990 in den USA der erste klinische Versuch einer somatischen Gentherapie durchgeführt. Die größten Erfolgsaussichten dieses neuen Behandlungsansatzes bestehen für monogene Krankheiten, die nur durch ein defektes Gen hervorgerufen werden (z. B. Mukoviszidose, Bluterkrankheit, Duchenne-Muskeldystrophie) oder bei der Behandlung von Krankheiten, die durch genetische Fehlfunktionen hervorgerufen werden (z. B. bestimmte Krebsformen, Aids). Die in die Gentherapie gesetzten Erwartungen haben sich bislang nicht erfüllt. Noch gibt es große Schwierigkeiten, die therapeutischen Gene gezielt und korrekt in die den Defekt tragenden Zellen einzubauen sowie dort ihre Genaktivität (Expression) kontinuierlich zu erhalten. Bei der Suche nach verbesserten Vektoren, die als „Genfähren“ arbeiten, ist der Einsatz von synthetischen Gensequenzen vielversprechend (Gensynthese).
Wissenschaft

Wann Dinos warmblütig wurden

Auch einige Vertreter der Dinosaurier konnten wohl schon ihre Körpertemperatur regulieren und vererbten diese Fähigkeit an die Vögel. Wann es zu dieser bahnbrechenden Entwicklung gekommen sein könnte, beleuchtet nun eine Studie. Demnach könnten zwei Gruppen der Dinosaurier vor etwa 180 Millionen Jahren die Warmblütigkeit...

Humanoide Echse mit Anzug und Aktentasche, stehende Pose, Text
Wissenschaft

Gegen die Einbahnstraße

Keine Stadt ohne Sackgassen und Einbahnstraßen. Auch von der Evolution dachte man lange, dass sie viele Organismenlinien in Sackgassen und Einbahnstraßen geschickt habe. Tatsächlich scheint das jedoch viel weniger oft der Fall gewesen zu sein, als bislang vermutet.  Über die „evolutionären Sackgassen“ des belgischen Paläontologen...

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