Wissensbibliothek
Hat die »Grüne Revolution« den Hunger eingedämmt?
Durchaus. Durch die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Ausweitung der künstlich bewässerten Flächen und den Einsatz von ertragreicheren und widerstandsfähigen Getreidearten sowie von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln wurden zwar seit den 1960er Jahren in den Entwicklungsländern die Ernteerträge spürbar erhöht. Global gesehen ist dadurch das Ernährungsproblem der stark wachsenden Weltbevölkerung aber nicht gelöst worden.
Während auf den Weltmärkten ein Überangebot an Nahrungsmitteln herrscht, die Preise fallen und subventionierte Überschussprodukte aus den westlichen Industriestaaten die Eigenprodukte in den Entwicklungsländern zurückdrängen, hungern weltweit immer noch 800 Mio. Menschen.
Voraussetzung für den Erfolg der sog. Grünen Revolution sind gute Böden, günstige klimatische Bedingungen und die Verfügbarkeit ausreichender Wasserreserven. Die Schattenseiten sind u. a. Überdüngung, Bodenbelastung, Grundwassergefährdung sowie die zunehmende Verschuldung von Kleinbauern durch den Kauf speziellen Saatguts, Dünger und Pestiziden.
Reparatur an der Natur
Würden besonders klimawirksame Ökosysteme vor der Zerstörung bewahrt oder wiederhergestellt, ließe sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre stark reduzieren. von HARTMUT NETZ Die Wälder Kanadas brannten 2023 in einem zuvor nicht gekannten Ausmaß. Bis Ende August waren nach offiziellen Angaben über 15 Millionen Hektar Wald...
Licht ermöglicht Leben
Der Sauerstoff, der dabei als „Abfallprodukt“ entsteht, hat die Erdatmosphäre grundlegend verändert und die Basis für das höhere Leben gelegt. von Bettina Wurche Als sich die Erde vor 4,6 Milliarden Jahre formte, war sie ein lebensfeindlicher Ort: eine Kugel aus glühendem Gestein, übersät von Vulkanen, die permanent Lava und...