Wissensbibliothek
Hat die »Grüne Revolution« den Hunger eingedämmt?
Durchaus. Durch die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Ausweitung der künstlich bewässerten Flächen und den Einsatz von ertragreicheren und widerstandsfähigen Getreidearten sowie von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln wurden zwar seit den 1960er Jahren in den Entwicklungsländern die Ernteerträge spürbar erhöht. Global gesehen ist dadurch das Ernährungsproblem der stark wachsenden Weltbevölkerung aber nicht gelöst worden.
Während auf den Weltmärkten ein Überangebot an Nahrungsmitteln herrscht, die Preise fallen und subventionierte Überschussprodukte aus den westlichen Industriestaaten die Eigenprodukte in den Entwicklungsländern zurückdrängen, hungern weltweit immer noch 800 Mio. Menschen.
Voraussetzung für den Erfolg der sog. Grünen Revolution sind gute Böden, günstige klimatische Bedingungen und die Verfügbarkeit ausreichender Wasserreserven. Die Schattenseiten sind u. a. Überdüngung, Bodenbelastung, Grundwassergefährdung sowie die zunehmende Verschuldung von Kleinbauern durch den Kauf speziellen Saatguts, Dünger und Pestiziden.
Rätsel des Sonnenzyklus gelöst
Alle 10,4 Jahre ist die Zahl der Sonnenflecken am größten. Das konnten Forscher nun erstmals über ein Jahrtausend hinweg nachweisen – und endlich auch die Ursache klären. von THOMAS BÜHRKE Im Jahr 1829 verkaufte Samuel Heinrich Schwabe seine Apotheke in Dessau. Das tat er nicht etwa, weil sie schlecht lief, sondern weil er sich...
Forschung trifft Industrie
Coronapandemie, Krieg in der Ukraine und Klimakrise bedeuten für die Industrie unterbrochene Lieferketten, explodierende Energiepreise und steigende Anforderungen an eine nachhaltige Produktion. Neue Lösungen werden dringend gebraucht. von ANDREA STEGEMANN Über Jahre wirkte die große Industriemesse in Hannover wie ein...