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Hat die »Grüne Revolution« den Hunger eingedämmt?

Durchaus. Durch die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Ausweitung der künstlich bewässerten Flächen und den Einsatz von ertragreicheren und widerstandsfähigen Getreidearten sowie von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln wurden zwar seit den 1960er Jahren in den Entwicklungsländern die Ernteerträge spürbar erhöht. Global gesehen ist dadurch das Ernährungsproblem der stark wachsenden Weltbevölkerung aber nicht gelöst worden.

Während auf den Weltmärkten ein Überangebot an Nahrungsmitteln herrscht, die Preise fallen und subventionierte Überschussprodukte aus den westlichen Industriestaaten die Eigenprodukte in den Entwicklungsländern zurückdrängen, hungern weltweit immer noch 800 Mio. Menschen.

Voraussetzung für den Erfolg der sog. Grünen Revolution sind gute Böden, günstige klimatische Bedingungen und die Verfügbarkeit ausreichender Wasserreserven. Die Schattenseiten sind u. a. Überdüngung, Bodenbelastung, Grundwassergefährdung sowie die zunehmende Verschuldung von Kleinbauern durch den Kauf speziellen Saatguts, Dünger und Pestiziden.

Weltkarte mit eingezeichneten Warnsymbolen
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