Lexikon
Down-Syndrom
[daun-; nach dem englischen Arzt J. L. Down, * 1828, † 1896]
früher Mongolismus, heute jedoch nicht mehr gebräuchlich; angeborene, mit Verzögerungen und Einschränkungen der geistigen und körperlichen Entwicklung verbundene Störung der menschlichen Embryonalentwicklung. Besonders charakteristisch sind Schrägstellung der Lidspalten, flache Nasenwurzel, oft schlaffe Mund- und Körpermuskulatur, überstreckbare Gelenke. Ursache des Down-Syndroms ist eine fehlerhafte Halbierung des Chromosomensatzes bei der Reduktionsteilung der Ei- oder Samenzelle: In den meisten Fällen von Down-Syndrom finden sich anstatt 46 (wie normal) 47 Chromosomen, und zwar ist das Chromosom Nr. 21 dreimal – anstatt zweimal – vorhanden (Trisomie 21). Durch Förderung im pädagogischen Bereich und die Behandlung medizinischer Probleme kann man heute einem Kind mit Down-Syndrom zur vollen Ausschöpung seiner Entwicklungsmöglichkeiten verhelfen.
Wissenschaft
Körperabwehr gegen Krebs
Immuntherapien sind die neue tragende Säule der Krebsmedizin. Bei manchen Patienten vollbringen sie wahre Wunder, bei anderen verfehlen sie ihre Wirkung. Warum? von SUSANNE DONNER Bei der Vorstellung kann einem mulmig zumute werden: Tag für Tag entstehen in jedem von uns Krebszellen. „Hundertfach. Es ist etwas ganz Normales“,...
Wissenschaft
Dem Flugstil großer Pterosaurier auf der Spur
Sie waren die größten Wesen, die sich jemals in die Luft erhoben haben. Doch mit welcher Flugtechnik waren die großen Vertreter der Pterosaurier einst am Himmel unterwegs? Einblicke in diese Frage liefern nun besonders detailliert erhaltene Überreste von zwei Arten aus der Kreidezeit. Vergleiche von Feinstrukturen im Inneren...