Wissensbibliothek
Weshalb ist der Blutegel ein »Nutztier«?
Weil er in der Medizin eingesetzt wird. Die medizinische Anwendung von Blutegeln zum Aderlass ist seit der Antike bekannt und war in vergangenen Jahrhunderten eine weit verbreitete Therapieform. Das sog. Ausleiten sollte den Körper entgiften, Stauungen und Krämpfe lösen und Entzündungen heilen. Die Beliebtheit der Methode führte in einigen Regionen Europas zur Ausrottung der Tiere, so dass man begann, sie gezielt zu züchten. Heute werden Blutegel noch in der Naturheilkunde zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden und Venenentzündungen eingesetzt. Der Blutgerinnungshemmer Hirudin, der im Speichel des Blutegels enthalten ist, wird auch Medikamenten beigegeben, die die Entstehung von Thrombosen verhindern sollen; er wird mittlerweile gentechnisch hergestellt.
Übrigens: Ausschließlich verwendet wird der Medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis), mit zehn bis 20 Zentimetern Länge der größte europäische Egel. Er lebt natürlicherweise in stehenden Gewässern mit reichem Pflanzenbewuchs und wartet auf Tiere, die zur Tränke kommen. Er kann in einer halben Stunde bis zu 15 Milliliter Blut aufnehmen, das er z. T. in Blindsäcken einlagert, die vom Darm abgehen. Rund fünf Monate kann er von seinem Vorrat zehren.
Treibhauseffekt – menschengemacht
Der natürliche Treibhauseffekt macht unsere Erde erst bewohnbar. Doch menschliche Aktivitäten verschieben das Gleichgewicht und verursachen eine schnellere Klimaänderung als jemals zuvor. Von ELENA BERNARD Durch die Verbrennung fossiler Energieträger setzt die Menschheit innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Treibhausgasen frei,...
Besserer Impfschutz durch Injektionen in denselben Arm
Linker oder rechter Arm? In welchen Körperteil wir eine Impfspritze erhalten, ist eigentlich egal. Bei einer Auffrischungsimpfung ruft allerdings eine Spritze im selben Arm wie bei der ersten Dosis eine schnellere und wirksamere Immunantwort hervor. Warum das so ist, haben nun Wissenschaftler anhand der Corona-Impfung...