Lexikon
Preistheorie
Lehre von der Preisbildung bei verschiedenen Marktformen. Im Mittelalter suchten die Naturrechtler der Scholastik nach dem gerechten Preis, zu dessen Bestimmung sie ethische Normen heranzogen. Die klassische Preistheorie (A. Smith, D. Ricardo) sah den preisbestimmenden Faktor in der zur Erzeugung der Güter aufgewandten Arbeit, K. Marx entwickelte aus der klassischen Arbeitsmengentheorie eine Arbeitssubstanztheorie, nach der der Wert der Produkte durch die gesellschaftlich notwendige Arbeit bestimmt wird. Die Grenznutzenschule baut auf den subjektiven Nutzenvorstellungen der Nachfrager und dem Marktmechanismus auf (H. H. Gossen, C. Menger, W. S. Jevons, L. Walras). Bei vollkommener Konkurrenz ist der Preis gleich den Grenzkosten des am ungünstigsten produzierenden Anbieters; der Monopolist verlangt den Preis, bei dem er die Menge absetzt, für die Grenzerlös und Grenzkosten gleich sind (Marktformen). Das bilaterale Monopol kennt keine eindeutige Regel für die Preisbildung. Weil mit zunehmender Konzentration oligopolistische und teiloligopolistische Märkte immer häufiger werden, konzentrieren sich die Untersuchungen der neueren Preistheorie vor allem auf die Marktform des Oligopols.
Wissenschaft
Stille Sternentode
Schwere Sterne können zu einem Schwarzen Loch kollabieren, ohne sich durch eine Supernova-Explosion bemerkbar zu machen. Nun gibt es eine Methode, solche Ereignisse zu erforschen. von DIRK EIDEMÜLLER Schwarze Löcher gehören zu den erstaunlichsten Objekten im Universum. Gemäß der Allgemeinen Relativitätstheorie kann eine...
Wissenschaft
Im Steinzeit-Kanu auf großer Fahrt
Schon vor über 30.000 Jahren besiedelten Steinzeitmenschen die abgelegenen japanischen Ryukyu-Inseln. Doch wie konnten sie dorthin gelangen, obwohl die Inselgruppe durch eine der stärksten Meeresströmungen der Welt von anderen Landmassen getrennt ist? Mit Hilfe von experimenteller Archäologie haben Forschende demonstriert, dass...