Lexikon

Preistheorie

Lehre von der Preisbildung bei verschiedenen Marktformen. Im Mittelalter suchten die Naturrechtler der Scholastik nach dem gerechten Preis, zu dessen Bestimmung sie ethische Normen heranzogen. Die klassische Preistheorie (A. Smith, D. Ricardo) sah den preisbestimmenden Faktor in der zur Erzeugung der Güter aufgewandten Arbeit, K. Marx entwickelte aus der klassischen Arbeitsmengentheorie eine Arbeitssubstanztheorie, nach der der Wert der Produkte durch die gesellschaftlich notwendige Arbeit bestimmt wird. Die Grenznutzenschule baut auf den subjektiven Nutzenvorstellungen der Nachfrager und dem Marktmechanismus auf (H. H. Gossen, C. Menger, W. S. Jevons, L. Walras). Bei vollkommener Konkurrenz ist der Preis gleich den Grenzkosten des am ungünstigsten produzierenden Anbieters; der Monopolist verlangt den Preis, bei dem er die Menge absetzt, für die Grenzerlös und Grenzkosten gleich sind (Marktformen). Das bilaterale Monopol kennt keine eindeutige Regel für die Preisbildung. Weil mit zunehmender Konzentration oligopolistische und teiloligopolistische Märkte immer häufiger werden, konzentrieren sich die Untersuchungen der neueren Preistheorie vor allem auf die Marktform des Oligopols.
DNA als Computer
Wissenschaft

DNA-Computer speichert und verarbeitet Daten

Computer auf DNA-Basis sollen große Datenmengen sicher auf kleinstem Raum speichern können. Bislang war es allerdings technisch nicht möglich, DNA-Computer zu bauen, die alle Funktionen herkömmlicher elektronischer Computer vereinen. Diese Hürde haben Forschende nun überwunden. Ihre DNA-basierte Technologie kann Daten speichern,...

Kosmologie
Wissenschaft

Die letzte Revolution – und die nächste

Der wissenschaftliche Fortschritt ist weder kontinuierlich noch konstant. In jüngerer Zeit scheint er sogar zu stagnieren. Ist die Kosmologie eine Ausnahme? von RÜDIGER VAAS Trotz enormer Anstrengungen und Mittel – Arbeitszeit, Geld, Technik, Rechenkapazitäten und so weiter – haben die Zahl und Rate fundamentaler neuer Einsichten...

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