Lexikon

Schlachtordnung

die taktische Gliederung einer militärischen Truppe im Kampf: Die Schlachtordnung der Griechen war der rechteckige Haufen des Fußvolks (Phalanx). Der Thebaner Epaminondas führte die „schiefe Schlachtordnung“ ein, bei der er den zur Herbeiführung der Entscheidung bestimmten Flügel auf Kosten des anderen besonders stark machte. Die Römer stellten ihre Legionen folgendermaßen auf: die Unterabteilungen (Manipel) mit Zwischenräumen neben- und in mehreren Treffen hintereinander (Treffen = in größeren Abständen hintereinander aufgestellte Einheiten); die Reiter auf die Flügel verteilt. Im Mittelalter ritten die Ritter beim Angriff in Geschwadern an, die sich dann aber zu Einzelkämpfen auflösten. Bei den Landsknechten bildete sich der nahezu quadratische Gevierthaufen heraus.
Das Aufkommen der Feuerwaffen führte dazu, den Schlachthaufen der Pikeniere (Pike) mit Musketieren (Muskete) zu umgeben; neben ihnen wurden die Reiter aufgestellt, die vor dem Einbruch in den Feind zunächst vom Pferd aus feuerten. Später wurde das Fußvolk durchweg mit Gewehren bewaffnet. Es entwickelte sich die Lineartaktik der Zeit Friedrichs des Großen: Die Schlachtordnung bestand jetzt aus 2 Treffen mit der Infanterie in breiter Front in der Mitte, der Kavallerie auf den Flügeln. Die Artillerie wurde teils der Infanterie zugeteilt, teils auf den Flügeln aufgestellt. Seit der Französischen Revolution wurde die Linear- durch die Kolonnentaktik abgelöst: Vor der Front eröffneten Schützenschwärme das Feuergefecht, ihnen folgten, schachbrettförmig gegliedert, Kolonnen in mehreren Treffen zum entscheidenden Stoß. Napoleon I. formierte das Heer in Divisionen und Armeekorps, womit die Schlachtordnung allmählich ihre frühere Bedeutung verlor.
Gesteine
Wissenschaft

Große Lithiumreserven auch in Norddeutschland

Im deutschen Tiefenwasser gibt es wahrscheinlich so viel Lithium, dass Deutschland seinen Eigenbedarf damit über Jahrzehnte decken könnte. Das zeigt eine Studie, die Vorkommen im Norddeutschen Tiefland und im Thüringer Becken untersucht hat. Benötigt wird der Rohstoff vor allem für Lithium-Ionen-Akkus, die unter anderem in...

Das größte bekannte Vorkommen von Manganknollen befindet sich auf auf dem Meeresboden in der Clarion-Clipperton-Zone im Zentralpazifik.
Wissenschaft

Rohstoffe aus der Tiefe

Im und auf dem Meeresboden lagern wertvolle Metalle. Doch Tiefseebergbau ist mit hohen Risiken verbunden, deshalb hat bisher noch kein Abbau stattgefunden. Von RAINER KURLEMANN Der Hunger nach Rohstoffen macht auch vor den Ozeanen nicht Halt, denn der Meeresboden birgt Schätze, die zur Produktion von Hightech-Geräten,...

Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek

Weitere Artikel aus den Daten der Weltgeschichte

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon