Lexikon
Schneegrenze
die untere Grenze der dauernden Schneebedeckung, in erster Linie abhängig von der geographischen Breite, der Niederschlagsmenge und der Exposition. In polaren Gebieten liegt sie in Meeresniveau, zum Äquator hin nimmt sie an Höhe zu. Da auch die Niederschlagsmenge eine wesentliche Rolle spielt, liegt die Schneegrenze nicht am Äquator am höchsten, sondern in Trockengebieten der Subtropen. Man unterscheidet: 1. die temporäre Schneegrenze; sie verändert ihre Höhenlage mit dem Wechsel der Jahreszeiten. – 2. die orographische Schneegrenze; sie wird stark beeinflusst durch die Geländegestaltung, ist schwer festzulegen und umfasst noch die großen Schneeflecken. – 3. die wirkliche Schneegrenze, die Linie der höchsten Lage der temporären Schneegrenze – 4. die klimatische Schneegrenze, eine theoretisch bestimmte Grenze; man ermittelt sie, um vergleichbare Werte zu erhalten, indem man den Höhengrenzwert berechnet, von dem an die in einem bestimmten Gebiet fallende Schneemenge auf ebener Unterlage im Jahresdurchschnitt bei entsprechender Durchschnittstemperatur nicht mehr aufgezehrt wird.
Wissenschaft
Plötzlich und unerwartet
So schicksalhaft und unvermeidbar, wie der plötzliche Herztod scheint, ist er nicht. Meist geht dem dramatischen Ereignis eine unerkannte oder unbeachtete Erkrankung des Herzens voraus. von CLAUDIA EBERHARD-METZGER Die Kinder von der Musikschule abholen, noch schnell in den Supermarkt und bloß nicht vergessen, den Hund...
Wissenschaft
Gehst du gut, geht’s dir gut
Krankheiten wie Multiple Sklerose, Parkinson oder eine Herzschwäche machen sich im Gangbild bemerkbar. Das sorgt für erhebliche Mobilitätseinbußen, birgt aber auch Potenzial für neue Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten. von ROLF HEßBRÜGGE Fabian Horst von der Universität Mainz hat einen kostbaren Datenschatz...