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LEXIKON

Schneegrenze

die untere Grenze der dauernden Schneebedeckung, in erster Linie abhängig von der geographischen Breite, der Niederschlagsmenge und der Exposition. In polaren Gebieten liegt sie in Meeresniveau, zum Äquator hin nimmt sie an Höhe zu. Da auch die Niederschlagsmenge eine wesentliche Rolle spielt, liegt die Schneegrenze nicht am Äquator am höchsten, sondern in Trockengebieten der Subtropen. Man unterscheidet: 1. die temporäre Schneegrenze; sie verändert ihre Höhenlage mit dem Wechsel der Jahreszeiten. 2. die orographische Schneegrenze; sie wird stark beeinflusst durch die Geländegestaltung, ist schwer festzulegen und umfasst noch die großen Schneeflecken. 3. die wirkliche Schneegrenze, die Linie der höchsten Lage der temporären Schneegrenze 4. die klimatische Schneegrenze, eine theoretisch bestimmte Grenze; man ermittelt sie, um vergleichbare Werte zu erhalten, indem man den Höhengrenzwert berechnet, von dem an die in einem bestimmten Gebiet fallende Schneemenge auf ebener Unterlage im Jahresdurchschnitt bei entsprechender Durchschnittstemperatur nicht mehr aufgezehrt wird.
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