Lexikon
Gebirge
Geographie
Berge
Berge
Faltung der Gesteinsschichten
© wissenmedia/Rita Reiser
die ausgedehnten und höheren, meist deutlich abgegrenzten Erhebungen der Erdoberfläche, mit lebhaftem Wechsel von Bergen und Tälern. Man unterscheidet
1. nach der Gipfelform: Kammgebirge mit den größten Erhebungen in einer Reihe (z. B. Erzgebirge, Vogesen); Kettengebirge mit mehreren parallelen Kämmen, meist schwer zu überschreiten, oft Klima-, Vegetations- und Völkergrenze (z. B. Alpen, Anden); Kuppengebirge mit unregelmäßigen Formen und ohne deutliche Gliederung (z. B. Rhön, Sauerland); Plateaugebirge mit fast ebener Oberfläche (z. B. Schwäbisch-Fränkische Alb).
2. nach der relativen Höhe: bis 2000 m Mittelgebirge, mit meist zugerundeten breiten Formen; über 2000 m Hochgebirge mit steilen, zugeschärften Gipfeln, die über die Baumgrenze, z. T. über die Schneegrenze aufragen.
Gebirge: Entstehungsarten
Gebirge: Entstehungsarten
Schematische Darstellung der Entstehung unterschiedlicher Gebirgsformationen
© wissenmedia
Falte: Formen
Falte: Formen
Die Gesteinsschichten sind einem gerichteten Druck ausgesetzt. Es bildet sich eine einfache stehende Falte. Bei längerer Dauer des Drucks entsteht eine schiefe Falte, die sich zu einer überkippten Falte und schließlich zu einer liegenden Falte entwickeln kann. Weiter ansteigender Druck führt dazu, dass die Schichten ausdünnen und zerreißen. Der Sattel wird über die Mulde geschoben, die Folge ist eine sogenannte Überschiebungsdecke. An der Oberfläche sind diese Formen verändernden Einflüssen (wie Abtragung und Ablagerung) ausgesetzt.
© wissenmedia
Allen gebirgsbildenden Vorgängen entgegen wirkt die Abtragung, die je nach ihrer Art und nach der Widerstandsfähigkeit der Gesteine ein Gebirge in charakteristischer Weise umformt und einebnet. Die höchsten und am stärksten reliefierten Gebirge der Erde sind daher geologisch relativ jung. Die letzte große Gebirgsbildungsphase fand im Tertiär statt; in dieser Zeit wurden z. B. der Himalaya und die Alpen aufgefaltet. Orogenese.
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