Wissensbibliothek
Gibt es schriftliche Überlieferungen der germanischen Mythen?
Ja, aber diese sind erst relativ spät entstanden. Die Germanen, eine Vielzahl von Stämmen im Ostseeraum, in Norddeutschland und in Südskandinavien, hatten zwar verwandte Sprachen und ein gemeinsames Weltbild, aber keine hochstehende Schriftkultur wie etwa Römer und Griechen. Neben einer Vielzahl archäologischer Funde unterrichten uns vor allem antike Autoren wie Caesar, Tacitus, Jordanes und Prokop über die germanische Religion. Daneben gibt es aus dem frühen Mittelalter Berichte von christlichen Missionaren und Historikern sowie einige Runentexte und in der frühmittelalterlichen Zeit aufgezeichnete Zaubersprüche wie zum Beispiel die »Merseburger Zaubersprüche« und die Heldenepen.
Die Hauptquelle germanischer Mythologie und Religion sind jedoch die isländischen Sagas, vor allem die Edda (»Poetik«) des isländischen Dichters Snorri Sturluson (1178 bis 1241) sowie die so genannte »Lieder-Edda«, die um die gleiche Zeit von einem anderen Autor aufgezeichnet wurde. In der Religion der Germanen sind auch zahlreiche Fremdeinflüsse zu finden. Neben einem Substrat aus vorindoeuropäischen und starken indoeuropäischen Elementen sind Aspekte römischer, christlicher, orientalischer und zentralasiatischer Herkunft anzutreffen.
Intervallfasten hilft nur bedingt
Wer hofft, mit Essen in Intervallen leichter abzunehmen, sollte einige Fakten kennen. Dr. med. Jürgen Brater stellt die neueren Studienergebnisse vor. Ein relativ neuer Trend zur Gewichtsabnahme ist das sogenannte Intervallfasten. Das Prinzip: Der Übergewichtige verzichtet nur zeitweise auf Nahrung – je nach Fastenmethode 16...
„Waffen waren bei Olympia verboten“
Der olympische Friedensgedanke ist ein historisches Vermächtnis der griechischen Antike an die Neuzeit – oder? Der Olympiahistoriker Stephan Wassong räumt mit einigen Missverständnissen auf. Das Gespräch führte ROLF HESSBRÜGGE Herr Prof. Wassong, alle paar Jahre beschwört die Welt den „olympischen Frieden“, den es aber nie zu...