Lexikon

Schrothkur

Naturheilverfahren nach Johannes Schroth (* 1798,  1856), bei der der Körper mithilfe einer speziellen salzfreien kalorienreduzierten Diät ohne tierisches Eiweiß und Fett innerhalb von drei bis sechs Wochen „entschlackt“ und entgiftet sowie Gewicht reduziert werden soll. Die Nahrung besteht überwiegend aus Getreide, gekochtem Obst und Gemüse, Trockenobst und Kurgebäck. Sogenannte Trockentage, an denen wenig getrunken wird, und Trinktage mit viel Flüssigkeit wechseln einander ab. Statt ursprünglich Wein werden heute meist Tees, Frucht- und Gemüsesäfte getrunken. Feuchtwarme Ganzkörperpackungen sollen über Nacht die „Entschlackung“ unterstützen. Die Schrothkur soll im Sinne einer Umstimmungstherapie die Selbstheilungskräfte z. B. bei rheumatischen, Herzkreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen oder Erkrankungen des Verdauungstraktes stimulieren. Die ernährungswissenschaftlich überholten ursprünglichen Diätvorschriften werden heute modifiziert, um z. B. Fehlernährung oder einen Jo-Jo-Effekt zu vermeiden. Der bekannteste Schrothkurort in Deutschland ist Oberstaufen.
Harder-Gletscher
Wissenschaft

Gewaltige Flut riss Krater in Grönlands Eisschild

Durch die globale Erwärmung taut der grönländische Eisschild. Das Schmelzwasser fließt dabei üblicherweise ins Meer. Mitunter kann es allerdings auch zerstörerische Kraft entfalten, wie nun eine Studie enthüllt. Satellitendaten zeigen, dass im Jahr 2014 ein unter der Eisschicht gelegener Schmelzwassersee mit solcher Wucht nach...

Wissenschaft

Assistent, Baukasten, Chamäleon

An pfiffigen Ideen, wie das Autofahren zu einer ganz neuen Form von Erlebnis werden kann, mangelt es den Forschern nicht. Sie setzen dabei unter anderem auf intelligente Systeme, feinfühlige Technik und eine Rundumvernetzung. von HEIKE STÜVEL Mobilitätsforscher sind überzeugt: Die Autobranche wird sich in den nächsten Jahren und...

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