Lexikon

Stabreim

Alliteration
die Übereinstimmung der Anfangslaute zweier oder mehrerer betonter Silben (z. B. Kind und Kegel, Haus und Hof). Alle Konsonanten sowie die Verbindungen st, sp, sk „staben“ jeweils nur mit sich selbst, alle anlautenden Vokale „staben“ auch untereinander. Ein Stabreim schafft Sinneinheiten und hebt bedeutungsschwere Wörter hervor; er ist das älteste Formprinzip der altgermanischen Dichtung (Stabreimvers). Seit dem 9. Jahrhundert wurde er vom Endreim verdrängt. In neuerer Dichtung wird der Stabreim nur noch gelegentlich angewandt (R. Wagners „Ring des Nibelungen“).
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