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WAHRIG SYNONYMWöRTERBUCH

Haut

  1. Med.: Epidermis, Cutis
  2. Schale, Hülse, Pelle, Hülle, Schote
  3. Teint

Haut: Die verletzliche Hülle

Die Haut als Hülle des Menschen schließt den Körper von der Außenwelt ab und schützt ihn, verbindet ihn aber gleichzeitig auch mit ihr. Umgangssprachlich ist Haut denn auch ein Synonym für Mensch, etwa in der Formulierung jemand ist eine brave/ehrliche Haut. Dementsprechend steht der Stabreim mit Haut und Haar für »ganz und gar«. Darüber hinaus wird Haut aber auch in vielen, oftmals umgangssprachlichen Redensarten gebraucht. Nicht aus seiner Haut (heraus) können bedeutet »unbelehrbar sein« oder »bestimmte Angewohnheiten nicht ablegen können«. Einer, der sehr ärgerlich ist, möchte/könnte (fast) aus der Haut fahren.
Wenn jemandem etwas unter die Haut geht, dann betrifft es ihn in hohem Maß. Behaglichkeit (beziehungsweise Unwohlsein) lassen sich in der Formulierung sich in seiner Haut (nicht) wohlfühlen ausdrücken. Sich seiner Haut wehren bedeutet, sich nicht alles gefallen zu lassen oder sich in einem Kampf energisch zur Wehr zu setzen. Die Formulierung mit heiler Haut davonkommen kann entweder heißen »unverletzt bleiben« oder »unbestraft bleiben«. Wer einer existenziellen Gefahr entronnen ist, konnte womöglich nur die nackte Haut retten. Dagegen steht die Formulierung seine Haut zu Markte tragen für »sich Gefahren aussetzen«. Sie kann gleichzeitig aber auch auf Prostitution verweisen. Eine umgangssprachliche Umschreibung für verprügeln ist die Wendung jemandem die Haut gerben. Jemandem die Haut abziehen heißt, ihn übervorteilen oder ausnutzen. Wenn einer nichts als/nur noch Haut und Knochen ist, dann ist er sehr mager.
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