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WAHRIG SYNONYMWöRTERBUCH

Knochen

Bein, Gebein, Skelett, Gerippe

Knochen: Zwischen Mumm und Müdigkeit

Knochen sind die Stützsubstanz im Skelett der Wirbeltiere. Als Synonyme werden Gebein und Gerippe verwendet. In einer ganzen Reihe umgangssprachlicher Redewendungen dient das Wort Knochen dazu, Härte und gleichzeitig das Innerste zu symbolisieren. Wer nur noch Haut und Knochen ist, ist sehr dünn/abgemagert. Wem alle Knochen wehtun, der ist völlig erschöpft. Einen energielosen Menschen bezeichnet man auch als müden Knochen. Seine müden Knochen ausruhen heißt »sich ausruhen«. Im Sinn von »ganz und gar, durch und durch« wird die Wendung bis auf die Knochen gebraucht. Sich bis auf die Knochen blamieren bedeutet »sich außerordentlich blamieren«. Was jemandem (tief) in den Knochen steckt, ist zu einem Bestandteil seines Wesens geworden. Wem alle Knochen (im Leib) wehtun, der hat große Schmerzen. Wer keinen Mumm in den Knochen hat, hat keinen Mut.
Die Redensart der Schreck fährt jemandem in die Knochen oder der Schreck sitzt/liegt jemandem in den Knochen drückt große Angst beziehungsweise tiefes Erschrecken aus. Seine Knochen für etwas/jemanden hinhalten heißt »den Sündenbock spielen«. Als Warnung vor Prügel ist die Aufforderung zu verstehen Du kannst dir die Knochen nummerieren lassen!/Lass' dir die Knochen nummerieren! Dementsprechend bedeutet jemandem die Knochen im Leib zusammenschlagen so viel wie jemanden heftig verprügeln.
Der umgangssprachliche Satz Das ist ein harter Knochen! besagt auf Personen bezogen »jemand ist hart im Nehmen« und auf Gegenstände »das ist eine schwere Arbeit/eine schwierige Aufgabe«. Für Letzteres gibt es auch den Ausdruck Knochenarbeit/Knochenjob. Scherzhaft wird die Anrede alter Knochen! für »alter Kerl/Bursche« gebraucht.
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