Lexikon
Thụ̈ringen
Freistaat ThüringenWirtschaft
Die Landwirtschaft findet im Nordteil des Thüringer Beckens beste Voraussetzungen (Anbau von Weizen, Gerste, Zuckerrüben). Bei Erfurt werden in großem Umfang Gemüse, Blumen und Heilpflanzen angebaut und Samen gezüchtet; in den weniger fruchtbaren Gegenden wird Roggen-, Hafer- und Kartoffelanbau betrieben. Die bedeutendsten Bodenschätze sind Kalisalze an der Werra. Der Uranbergbau bei Gera wurde aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen 1990 eingestellt. Die wichtigsten Industriezweige sind die optische und elektronische Industrie sowie der Gerätebau (Jena), der Fahrzeug- und Maschinenbau (Eisenach, Waltershausen), ferner die elektrotechnische Industrie (Erfurt) und Metallverarbeitung. Besonders traditionsreich sind die Glas-, Porzellan-, Holz- und Spielwarenindustrien. Auf den Höhen und im Vorland des Thüringer Walds kommt dem Tourismus wachsende Bedeutung zu. Neben Wanderurlaub oder Wintersport (Oberhof) bietet sich auch der Erholungsurlaub in den zahlreichen Kurorten an. Die einzigartigen Kulturstätten in Weimar werden auch von zahlreichen ausländischen Gästen besucht. – Das Autobahn- und Straßennetz wird weiter ausgebaut, da Thüringen durch seine zentrale Lage auch als Transitland von Bedeutung ist. Das Eisenbahnnetz ist auf Erfurt ausgerichtet, wo sich auch ein internationaler Flughafen befindet.
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