Lexikon

Thụ̈ringen

Freistaat Thüringen

Landesnatur

Thüringen ist ein Teil der Mittelgebirgsschwelle mit dem Thüringer Wald (im Großen Beerberg 983 m) als bedeutendstem Höhenrücken, der sich nach Südosten im Thüringischen Schiefergebirge und im Frankenwald fortsetzt. Zentrum des Landes ist das Thüringer Becken, das von niedrigen Höhenzügen (Hainich, Eichsfeld, Dün, Hainleite, Schmücke, Schrecke, Finne) gerahmt wird. Es ist größtenteils sehr fruchtbar, ebenso der Tieflandstreifen der Goldenen Aue zwischen Kyffhäuser und Hainleite. Im Norden reicht das Land bis in den Unterharz. Im äußersten Südosten hat Thüringen Anteil an der Hochfläche des Vogtlands.
Der größte Teil des Landes wird durch die Saale und ihre Nebenflüsse (Unstrut, Ilm, Weiße Elster) entwässert. Die Flüsse sind zu zahlreichen Stauseen aufgestaut, von denen der Bleiloch- und der Hohenwarte-Stausee die größten sind. Jüngste Stauanlage (Fertigstellung 2006) ist die Leibis-Talsperre im Schwarzatal. Das Klima ist mild und im Regenschatten von Harz und Thüringer Wald recht niederschlagsarm. Das Gebiet an der mittleren Unstrut ist mit weniger als 500 mm Jahresniederschlag das trockenste Deutschlands. Demgegenüber sind die Höhenlagen des Thüringer Walds sehr regenreich und kühl. Fast ein Drittel der Landesfläche wird von Wäldern eingenommen; die Buchenwälder im Hainich wurden als Nationalpark ausgewiesen.
  1. Einleitung
  2. Landesnatur
  3. Bevölkerung
  4. Wirtschaft
  5. Geschichte
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