Wissensbibliothek
Wer begründete das westliche Mönchtum?
Es war Benedikt von Nursia (um 480 bis 547), der Begründer des Klosters Montecassino (Mittelitalien). Er gab dem Gemeinschaftsleben Vorrang vor dem Eremitentum, nicht Askese, sondern Arbeit sollte das spirituelle Leben ergänzen – dies wurde im Spätmittelalter in der prägnanten Formel »Ora et labora« (»Bete und arbeite!«) zusammengefasst. Die benediktinische Regel verbreitete sich im gesamten Abendland, die Benediktiner wurden zum wichtigsten Orden der katholischen Kirche. Durch den angelsächsischen Missionar Bonifatius, den »Apostel der Deutschen«, entstand eine enge Bindung an die Karolinger, die dazu führte, dass im 9. Jahrhundert die Benediktregel für alle Klöster im Fränkischen Reich verbindlich wurde.
Die Kinder-Graffiti von Pompeji
Jüngst bei Ausgrabungen in Pompeji zum Vorschein gekommene Kohlezeichnungen, werden Kindern zugeschrieben. Sie zeigen Gladiatoren, Boxer und wilde Eber – und sie gewähren einen weiteren Einblick in das Leben der Menschen kurz vor der Katastrophe. von DAVID NEUHÄUSER Als im 19. Jahrhundert das „Corpus Inscriptionum Latinarum“, die...
Exotisches Teilchen
Am CERN und am Fermilab wurde das lang gesuchte Odderon nachgewiesen, das ein Phänomen der stärksten Kraft im All ist. von DIRK EIDEMÜLLER Die Welt der kleinsten Teilchen ist seltsam – und die jüngste Entdeckung der Teilchenphysiker trägt diese Eigenartigkeit sogar im Namen: Zwei internationale Forschergruppen haben den Nachweis...