Wissensbibliothek
Wer begründete das westliche Mönchtum?
Es war Benedikt von Nursia (um 480 bis 547), der Begründer des Klosters Montecassino (Mittelitalien). Er gab dem Gemeinschaftsleben Vorrang vor dem Eremitentum, nicht Askese, sondern Arbeit sollte das spirituelle Leben ergänzen – dies wurde im Spätmittelalter in der prägnanten Formel »Ora et labora« (»Bete und arbeite!«) zusammengefasst. Die benediktinische Regel verbreitete sich im gesamten Abendland, die Benediktiner wurden zum wichtigsten Orden der katholischen Kirche. Durch den angelsächsischen Missionar Bonifatius, den »Apostel der Deutschen«, entstand eine enge Bindung an die Karolinger, die dazu führte, dass im 9. Jahrhundert die Benediktregel für alle Klöster im Fränkischen Reich verbindlich wurde.
Der Nocebo-Effekt
„Der Glaube versetzt Berge“ lautet ein Sprichwort – und tatsächlich hat das, was man erwartet, oft einen erheblichen Einfluss auf das, was geschehen wird. Warum das auch in der Medizin so ist, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Ein Patient, der von einem Medikament oder einer Heilmethode überzeugt ist, gesundet schneller als einer,...
Kontroverse Quantenrealität
Gespenstische zeitlose Beziehungen regieren das Universum – und stellen die Existenz der gewohnten Welt grundsätzlich infrage. von RÜDIGER VAAS Der österreichische Teilchenphysiker Reinhold Bertlmann hatte seit seiner Studentenzeit die Angewohnheit, stets zwei Socken unterschiedlicher Farbe zu tragen. Bog er um eine Ecke, sah ein...