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Lassen sich Schlehen im Garten kultivieren?

Vermutlich schon, jedoch sind die mit den Pflaumen verwandten Schlehen (Prunus spinosa) als Gartenpflanzen nicht sehr populär. Denn wenn sie nicht beschnitten werden bilden sie mehrere Meter hohe, sehr dichte Sträucher; zudem laufen ihre Äste in dornigen Spitzen aus, die fast waagerecht vom Haupttrieb abstehen und unachtsamen Gärtnern schmerzhafte Wunden zufügen können. Die Sträucher wirken oft sperrig und bilden mit der Zeit ein undurchdringliches Gestrüpp. Am schönsten sind Schlehen zur Blütezeit im April und Mai, wenn sie über und über mit kleinen, weißen Blüten bedeckt sind.

Obwohl die Schlehe im Großen und Ganzen ein eher anspruchsloses Gehölz ist, liebt sie Kalkböden und gedeiht in freier Natur gerne an sonnigen Wald- und Wegrändern, auf Schutthalden und in Hohlwegen. Durch starke Wurzelbrut vermehrt sie sich vegetativ und bildet oft ausgedehnte Dickichte. Von allen Prunus-Arten ist sie am weitesten in Europa verbreitet, denn sie fehlt nur im hohen Norden und auf Island. Als Bestandteil von artenreichen Hecken sind Schlehen von großer ökologischer Bedeutung. Nicht weniger als 137 Kleintieren bieten sie Unterschlupf und Nahrung, darunter allein 73 Schmetterlingsarten. Auch für 18 Wildbienenarten sind Schlehen wichtige Nahrungspflanzen.

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