Lexikon
Tiahuanaco-Kultur
im zentralen und südlichen Andengebiet verbreitete vorinkaische Kultur (etwa 500 v. Chr.–1000 n. Chr.). Als Träger der Tiahuanaco-Kultur gelten die Aymará. Zu den Funden gehören Monolithfiguren, Becher, Schalen und Räucherbecken aus Ton mit polychromer Malerei, getriebene Goldarbeiten und Geräte aus Bronze. Die figürlich verzierten Gewebe (Kelim-Technik) aus Gräbern des peruanischen Küstengebiets (Funde in Ancon) gehören dem sog. „epigonalen Tiahuanaco“ an, in dem sich die komplizierten, religiös bedeutsamen Motive mehr und mehr auflösen.
Wissenschaft
Das molekulare Gedächtnis
Chemische Elemente bilden verschiedene stabile Isotope. Winzige Unterschiede in ihrer Verteilung sind wie ein Fingerabdruck und verraten viel über die Herkunft. So lässt sich etwa der Weg des Wassers verfolgen. von RAINER KURLEMANN Alexander Frank hat ein besonderes Verhältnis zu Seen. In diesem Herbst reist der Biologe zu drei...
Wissenschaft
»Es gibt kein Limit«
Wer sein Gehirn fordert und seinen Zellen Gutes tut, kann bis ins hohe Alter fit im Kopf bleiben. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Frau Prof. Schäfer, ab wann sprechen Sie vom „alternden Gehirn“? Im Grunde genommen altert das Gehirn, sobald wir aufhören zu wachsen. Der Alterungsprozess fängt also fast mit der Geburt oder...