Lexikon

Totemsmus

[
von dem Ojibwa-Wort ototeman, „Geschwisterverwandtschaft“
]
eine Gesellschaftsform, nach der zwischen einem Menschen (Individualtotemismus) oder einer Gruppe von Menschen (Stammes-, Gruppen-, Clantotemismus) und einer Tier- oder Pflanzenart, dem Totem, eine geheimnisvolle, innige Beziehung besteht, die häufig auf dem Glauben an eine gemeinsame Abstammung (Ursprungsmythen) von Mensch und Totem beruht. Der Totemismus ist verbunden mit Führung des Totem-Namens durch die Gruppe, Verehrung des Totems mit Verehrungsmythen, Heiratsverboten (Exogamie) innerhalb der Totemgruppe und dem Verbot, das Totem zu töten, zu essen oder zu berühren (Tabu). Er hat seinen Ursprung im Jägertum. Hauptgebiete: Nordwestamerika (Totempfähle), Südasien, Australien, Melanesien, Neuguinea, Afrika (Nordkongo, Sudan). Eine Sonderform ist der Geschlechtstotemismus Südaustraliens (Männer und Frauen haben getrennte Totems).
Duogynon
Wissenschaft

»Weder abgeschlossen noch aufgearbeitet«

In Form von Arzneimitteln können Hormone beachtliche Wirkung auf den Körper haben – auch unvorhergesehene wie im Fall Duogynon. Das Gespräch führte SIGRID MÄRZ Frau Prof. Nemec, Ihr Forschungsprojekt beleuchtet die Geschichte hormoneller Schwangerschaftstests, die Millionen Frauen weltweit in den 1950er- bis 1980er-Jahren...

Reservoir, Computer, Rechenzentrum
Wissenschaft

Rechnen mit dem Reservoir

Das sogenannte Reservoir-Computing nutzt analoge Systeme, um Daten zu verarbeiten. Das könnte den Energieverbrauch von Rechenzentren drastisch reduzieren. von DIRK EIDEMÜLLER Hallo Computer, schreibe mir zum Valentinstag bitte ein Liebesgedicht im Stil von Hölderlin!“ „Hallo Mensch, wie lang soll es denn sein? Und welche...

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