Wissensbibliothek
Bevölkerung-Australien
Wie viele Aborigines gibt es heute?
Rd. 420 000 Menschen gehören zu dieser Völkergruppe, die vor rd. 50 000 Jahren in mehreren Schüben aus Südostasien einwanderte. Ihre ursprüngliche Kultur ist heute nur noch in Resten vorhanden. Bumerang, Speer mit Gleitschleuder, Keule und Schild waren die Waffen, Kleidung fehlte oft ganz. Die Aborigines lebten meist nomadisierend als Jäger und Sammler. Als Wohnung dienten Windschirme oder Höhlen. Ein ausgeprägter Totemismus, komplizierte Heiratsordnungen, Reifefeiern mit Beschneidung, Narbentatauierung und Zahnausschlagen kennzeichnen ihr Leben.
Was ist die »Traumzeit«?
Ein zentraler Begriff der religiösen Vorstellungswelt der Aborigines. Sie bezieht sich nicht nur auf die Schöpfungszeit und die Zeit der Heroen, sondern auch auf Riten, Zeremonien und sakrale Plätze.
Die Aborigines wurden lange Zeit von den europäischen Einwanderern gesellschaftlich stark benachteiligt und erhielten erst 1967 die Bürgerrechte. Dem Bemühen der Aborigines um Selbstbestimmung, Wahrung der kulturellen Identität und Rückführung von Landbesitz wurde erst in der zweiten Hälfte des 20. Jh. schrittweise entsprochen. Bis heute kennzeichnen hohe Arbeitslosigkeit und eine erheblich niedrigere Lebenserwartung das Leben vieler Aborigines.
Wie beeinflusst der Klimawandel Tiere und Pflanzen der Gebirge?
Die ökologische Vielfalt in Gebirgen wird durch den Klimawandel herausgefordert. Eine gängige Theorie besagt, dass sich die Verbreitungsgebiete von Tieren und Pflanzen in Folge der Erwärmung immer weiter Richtung Gipfel verschieben, bis es schließlich nicht höher geht und sie aussterben. Eine globale Analyse hat diese These nun...
Superkleber aus Schleim und Muschelproteinen
Eine Barriere aus Schleim schützt unsere Schleimhäute vor schädlichen Einflüssen – sei es im Mund vor eindringenden Bakterien oder im Magen vor der Magensäure. Einen entscheidenden Beitrag dazu leisten sogenannte Muzine, die strukturgebenden Bestandteile des Schleims. Deren positive Eigenschaften haben sich Forschende nun zunutze...