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LEXIKON

Trypanosmen

[
griechisch
]
Trypanosomidae
Familie der Flagellaten, die im Blut von Säugetieren schmarotzen; Erreger ansteckender Krankheiten bei Mensch und Tier. Trypanosomen sind länglich und bewegen sich mit ein oder zwei schwingenden Geißeln fort. Die nach hinten ziehende Geißel kann mit dem Körper zu einer undulierenden (Wellen schlagenden) Membran verwachsen sein. Trypanosomen vermehren sich durch Längsteilung, die bei vielen Arten sehr schnell aufeinander folgen kann. Bei Trypanosomen kommt häufig Polymorphismus vor, d. h. ein Tier kann in verschiedener Gestalt vorkommen (z. B. die geißellose Leishmania-Form der begeißelten Gattung Leptomonas). Hauptarten der Trypanosomen sind: Trypanosoma gambiense (Erreger der Schlafkrankheit, die durch den Stich der Tsetsefliege übertragen wird), Trypanosoma cruzi (erregt das Chagasfieber), Trypanosoma brucei (erregt die Beschälseuche der Pferde), Trypanosoma equinum (Erreger der Kreuzlähme).
Trypanosomen: Verbreitungsgebiete
Trypanosomen: Verbreitungsgebiete
In einigen Gebieten Südamerikas tritt die Chagas-Krankheit (Trypanosoma cruzi) beim Menschen auf. In weiteren Gebieten ist ihr Vorkommen möglich, denn es wurden infizierte Zwischenwirte (blutsaugende Wanzen) gefunden. Trypanosoma gambiense und Trypanosoma rhodesiense sind Erreger der Schlafkrankheit, Trypanosoma brucei ist der Erreger der Beschälseuche (Nagana-Seuche).
Tsetsefliege
Tsetsefliege
Eine Tsetsefliege, die sich voll Blut gesogen hat. Auf der durchscheinend gewordenen Wand des Hinterleibs sind die weißlichen Tracheenäste ihres Atemsystems sichtbar. Diese Fliegen übertragen in Afrika die Schlafkrankheit und die Naganaseuche des Viehs.
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