Lexikon
Vorhofflimmern
häufigste Herzrhythmusstörung mit schneller, ungeordneter Erregung der Vorhöfe, bei der keine regelmäßigen Kontraktionen der Vorhöfe, sondern nur noch schwache Flimmerbewegungen zustande kommen (350–600 Kontraktionen pro Minute). Die Vorhoferregungen werden in unregelmäßiger Folge zu den Kammern übergeleitet, was zu einem unregelmäßigen Herzschlag führt. Kann vorübergehend oder dauerhaft (permanent) auftreten. Häufig wird es gar nicht bemerkt, vielfach kommt es aber zu Symptomen wie Herzrasen, Unruhe oder Leistungsschwäche. Außerdem ist Vorhofflimmern ein Risikofaktor für Schlaganfall, da es zu Thrombenbildung in den Vorhöfen führen kann, und abgerissene Blutgerinnsel Embolien auslösen können. Vorhofflimmern kann ohne erkennbare Ursache auftreten, häufig leiden Betroffene aber an einer koronaren Herzkrankheit, an Bluthochdruck, einer Herzmuskelerkrankung oder an Schilddrüsenüberfunktion. Behandlung durch medikamentöse oder elektrische Kardioversion. Bei chronischem Vorhofflimmern medikamentöse Senkung der Herzfrequenz oder evtl. Verödung (Ablation) von Teilen der Herzinnenhaut mittels Herzkatheter.
Wissenschaft
Immunsystem mit Schlagkraft
Täglich attackieren uns Bakterien und Viren. Doch meist bemerken wir nichts davon, weil unser Immunsystem die Angreifer treffsicher abwehrt.von Gerlinde Felix Als im 18. Jahrhundert in England die Pocken-Epidemie grassierte, beobachtete der Arzt Edward Jenner: Mägde, die mit Kühen zu tun hatten, blieben von der Krankheit...
Wissenschaft
Reine Kopfsache
Neue neuronale Techniken bauen Brücken zwischen Gehirn und Körper. Querschnittsgelähmte können ihre Arme und Hände wieder nutzen, und Menschen, die nicht mehr in der Lage sind zu sprechen, können wieder kommunizieren. von REINHARD BREUER Bill Kochevar war der erste Gelähmte, der seine Hand allein per Gedanken und Hightech steuern...