Lexikon

Tachykardie

[
griechisch
]
Herzrasen
Herzrhythmusstörung mit einer Herzfrequenz von über 100 Schlägen pro Minute. Unterschieden werden ventrikuläre Tachykardien (von den Kammern ausgehende) und supraventrikuläre Tachykardien (oberhalb der Kammern entstehende). Zu letzteren gehört die Sinustachykardie, die vom Erregungszentrum, dem Sinusknoten, ausgeht. Sie tritt als normale physiologische Reaktion bei körperlicher Anstrengung, seelischer Erregung oder Angst auf sowie während Kindheit und Entwicklungsalter. Als Krankheitssymptom tritt sie z. B. bei Vergiftungen, Schilddrüsenüberfunktion, Blutarmut, Fieber, Schock und bei vielen Herzerkrankungen auf. Außerdem gehören hierzu Vorhofflimmern und Vorhofflattern. Die Kammertachykardien sind gefährlicher. Hierzu gehören das lebensbedrohliche Kammerflimmern und das Kammerflattern.
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