Lexikon
Wirtschaftskreislauf
die grafische, kontenmäßige oder tabellarische Darstellung der ökonomischen Transaktionen in einer Volkswirtschaft; beruht auf der gegenseitigen, durch Tauschbeziehungen hergestellten Abhängigkeit der Wirtschaftssubjekte. Grundeinheiten in Kreislaufdarstellungen sind im einfachsten Fall die Gesamtheit der Unternehmen und die Gesamtheit der Haushalte. Hier wird gezeigt, wie Ausgaben (Kosten der Produktionsfaktoren) bei deren Empfängern (Haushalte) zu Einkommen werden, woraus sich wiederum Nachfrage nach den Erzeugnissen der Unternehmen entfaltet. Dabei sind die Märkte für produktive Dienste und Güter die Durchgangsstellen für die beiden Ströme des Wirtschaftskreislaufs: 1. der „reale“ der Güter und produktiven Dienste; 2. der jeweils gegenläufige „monetäre“ der Geldeinkommen und -ausgaben. Für einen störungsfreien Ablauf des Wirtschaftsprozesses ist wichtigste Voraussetzung, dass Einkommensentstehung und -verwendung nicht auseinanderklaffen: Die Höhe des Volkseinkommens entspricht dann der Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern. Ein vollständiges Kreislaufschema enthält die Pole Unternehmen, private Haushalte, Staat, Ausland und Vermögensbildung. Berücksichtigt sind hierin zusätzlich folgende Ströme: die privaten und staatlichen Ersparnisse, der staatliche Konsum, direkte Steuern und staatliche Transferzahlungen, indirekte Steuern und Subventionen, Abschreibungen, unternehmerische und staatliche Investitionen, Exporte und Importe, in- und ausländische Kapitalleistungen und schließlich noch die privaten und staatlichen Einkommens- und Vermögensübertragungen zwischen dem In- und Ausland. Die theoretische Analyse des Wirtschaftskreislaufs (Kreislauftheorie) ist ein wichtiges Hilfsmittel der Wirtschaftspolitik.
Wissenschaft
Kranke duften anders
Warum viele Krankheiten einen charakteristischen Duft haben, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Vor ein paar Jahren ging eine erstaunliche Meldung durch die Presse: Eine Frau in Schottland hatte gerochen, dass ihr Mann krank war. Und zwar lange bevor er selbst an sich etwas Ungewöhnliches entdeckt oder irgendwelche Symptome gezeigt...
Wissenschaft
Die Erfahrungsmaschine
Das Wort „Erfahrung“ kann man philosophisch-menschlich verstehen, wenn man jemandem attestiert, viel erlebt und dabei seine Kenntnisse der Welt erweitert zu haben. Man kann es aber auch wörtlich nehmen und sich etwa fragen, wie weit man mit seinem Auto eine Gegend erfahren hat. Was auch immer gemeint ist oder gemacht wird, zeigt...