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GESUNDHEIT A-Z

Struma

1. Kropf, Vergrößerung der Schilddrüse infolge mangelnder Jodaufnahme mit der Nahrung, ungenügender oder fehlerhafter Jodverwertung aufgrund von Enzymdefekten, Störungen der hormonellen Regulation, erhöhtem Bedarf an Schilddrüsenhormon (z. B. im Rahmen einer Schwangerschaft oder einer Schilddrüsenentzündung), Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, gut- oder bösartige Schilddrüsentumoren oder allgemeinen Entzündungen. Die Schilddrüsendiagnostik umfasst die Anamnese, eine Untersuchung der Schilddrüsenfunktion (Bestimmung der Schilddrüsenhormone im Blut), eine Ultraschall- und eine Szintigrafieuntersuchung sowie evtl. eine Gewebeentnahme zur zytologischen Untersuchung (Zytodiagnostik). Je nach Art und Ursache der Struma wird sie entweder medikamentös (Jod, Schilddrüsenhormone, Thyreostatika) oder operativ (Strumaresektion) behandelt. Auch Hyperthyreose, Hypothyreose.
2. krankhafte Vergrößerungen anderer Organe werden zum Teil auch als Struma bezeichnet, z. B. Struma ovarii (ein aus Schilddrüsengewebe bestehender Tumor am Eierstock) oder Struma suprarenalis (eine Geschwulst der Nebennierenrinde).
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