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LEXIKON

Kropf

Medizin
lateinisch Struma
Schilddrüsenvergrößerung, entweder gleichmäßig weich oder knotig-hart. Sie beruht entweder auf Zunahme des Gefäßbindegewebes der Schilddrüse oder auf Vermehrung des Drüsengewebes (funktioneller Kropf). Der in bestimmten Gegenden (besonders Alpentäler mit jodarmem Trinkwasser) endemische Kropf entsteht durch eine kompensatorische Drüsengewebszunahme zum Ausgleich des Mangels an Iod, das für die Schilddrüsenhormonbildung unentbehrlich ist (Jodmangelkropf). Im Gegensatz hierzu steht der zu einer Schilddrüsenüberfunktion führende Kropf bei der Basedowscher Krankheit (Basedowkropf). Ein bindegewebiger Kropf entsteht z. B. infolge chronischer Schilddrüsenentzündungen. Von einem Tauchkropf (inneren Kropf) spricht man, wenn der Kropf anstatt wie meist nach vorn und außen nach unten in den Brustkorb wächst. Ein großer Kropf kann, abgesehen von der Verunstaltung des Halses, zu Druckschädigung von Kehlkopf und Luftröhre führen (Heiserkeit, Atemnot) sowie auch zu Kreislaufstörungen, besonders beim Tauchkropf, wodurch das Herz in Mitleidenschaft gezogen werden kann (mechanisches Kropfherz).
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