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LEXIKON

Schilddrüse

Glandula thyreoidea
Hormone und endokrine Drüsen
Hormone und endokrine Drüsen
endokrine Drüse der Wirbeltiere; beim Menschen die größte Hormondrüse, die aus zwei miteinander verbundenen Lappen besteht und einer Krawattenschleife gleich schildartig vor der Luftröhre dicht unterhalb des Kehlkopfs liegt. Sie bildet die iodhaltigen Hormone Thyroxin und Triiodthyronin, die Einfluss auf den Stoffwechsel, auf Wachstum u. Reifung haben, sowie Calcitonin, das für den Knochenstoffwechsel wichtig ist.

Erkrankungen

Krankheiten der Schilddrüse machen sich im Allgemeinen durch Funktionsstörungen bemerkbar. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) wird zu wenig Schilddrüsenhormon gebildet, und es kommt zu Antriebsarmut, Anämie, wachsartiger, fahler Haut (Myxödem), erniedrigtem Blutdruck, verlangsamtem Puls und erniedrigtem Blutzuckerspiegel. Die Krankheit führt unbehandelt im Kindesalter zu Minderwuchs und gestörter körperlicher und geistiger Entwicklung (Kretinismus). Bei einer Überfunktion (Hyperthyreose) ist die Produktion von Schilddrüsenhormon gesteigert. Es kommt zu motorischer und psychischer Unruhe, beschleunigtem Herzschlag, Bluthochdruck, Nervosität, Gewichtsabnahme, Schwitzen und Schlafstörungen, z.  B. als Basedowsche Krankheit. Sowohl bei einer Schilddrüsenunterfunktion als auch bei einer Überfunktion kann es zu einer Schilddrüsenvergrößerung (Struma oder Kropf) kommen. Kropfbildung, die ohne Funktionsstörung auftritt, ist häufig eine Folge von Iodmangel. Knotenbildungen in der Schilddrüse können als „kalte Knoten“ oder „heiße Knoten“ vorkommen. Letztere sind nahezu immer gutartig, kalte Knoten können zu einem geringen Teil bösartig (Schilddrüsenkarzinom) sein.
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