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Hiatushernie
Zwerchfellhernieein Zwerchfellbruch, durch den Magenteile durch das Zwerchfell in den Brustkorb gleiten. Der Bruch schiebt sich durch den Hiatus oesophageus, die Durchtrittsstelle für die Speiseröhre und den paarigen zehnten Hirnnerven. Die Hiatushernie kann angeboren sein oder im Zuge einer allmählichen Erweiterung des Hiatus oesophageus entstehen. Häufig verursacht eine Hiatushernie keine Symptome und verläuft unbemerkt. Je nach Ausmaß kann es aber zu Sodbrennen infolge eines Aufstoßens von Mageninhalt (Reflux), zu Schluckstörungen, Schmerzen hinter dem Brustbein oder Atemnot kommen, komplizierend auch zu einer Entzündung der Speiseröhre durch den Rückfluss des sauren Magensaftes in die Speiseröhre (Refluxösophagitis). In ausgeprägten Fällen wird der Bruchinhalt eingeklemmt, so dass Magengewebe infolge Durchblutungsmangels untergeht. Die Therapie besteht bei leichten Formen in der diätetischen und medikamentösen Behandlung der Refluxösophagitis. In schweren Fällen ist eine operative Korrektur mit Zurückdrücken des Magens in den Bauchraum und Fixation an der Bauchwand erforderlich.
Wissenschaft
Atomkern fotografiert
Ein schwer zu beobachtender Gammazerfall enthüllt Details über die Gestalt von Atomkernen. von DIRK EIDEMÜLLER Üblicherweise stellt man sich Atomkerne kugelrund vor. Aber einige Atomkerne sind ein wenig wie ein Diskus oder Rugbyball verformt. Allerdings sind die Kerne so winzig, dass es schwierig ist, genauere Aussagen über ihre...
Wissenschaft
Neandertaler-Linie war 50.000 Jahre isoliert
In der Endzeit der Neandertaler gab es in Europa offenbar mindestens zwei genetisch voneinander getrennte Linien. Das legen DNA- und Isotopen-Analysen eines Neandertalers nahe, der 2015 in der Grotte Mandrin in Frankreich entdeckt wurde. Das Individuum, dem die Forschenden den Spitznamen „Thorin“ gaben, lebte demnach vor etwa 42....