Gesundheit A-Z

Reye-Syndrom

akute krankhafte Veränderungen der Hirnrinde, der Stammganglien und des Hirnstamms mit zahlreichen minderdurchbluteten Herden und Hirnödem und gleichzeitiger Leberverfettung; die insgesamt seltene Erkrankung kommt vor allem bei Kindern zwischen dem vierten und neunten Lebensjahr vor. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt; als auslösende Faktoren werden u. a. Virusinfektionen (z. B. Influenza), Giftstoffe wie Insektenvertilgungsmittel und Medikamente wie Acetylsalicylsäure diskutiert, wahrscheinlich im Zusammenhang mit entsprechender genetischer Veranlagung. Zu Beginn der Erkrankung stehen grippeähnliche Symptome im Vordergrund, im weiteren Verlauf folgen unstillbares Erbrechen, Schläfrigkeit und Atemstörungen mit schweren neurologischen Ausfällen, Krämpfen und tiefer Bewusstlosigkeit als Folge des erhöhten Hirndrucks. Parallel entwickeln sich ausgeprägte Leberfunktionsstörungen. Die Heilungschancen hängen von dem Schweregrad der Hirn- und Leberschäden ab; an dem Vollbild der Erkrankung versterben 70% der betroffenen Kinder. 10% der Überlebenden leiden an bleibenden Hirnschäden.
Orcas
Wissenschaft

Den Weißen Hai entthront

Seit Steven Spielbergs Film in den 1970er-Jahren gilt der Weiße Hai als Schrecken der Meere: grausam, gefährlich, übermächtig. Doch nun ist er selbst zum Gejagten geworden. von BETTINA WURCHE Weiße Haie sind nicht mehr die Top-Prädatoren vor der südafrikanischen Küste. Sie sind nun selbst die Gejagten – von Schwertwalen, die es...

Meereswürmer
Wissenschaft

Bakterieller Kälteschutz für Würmer

Eine Symbiose mit Bakterien ermöglicht es drei Arten von Meereswürmern, in einer extremen Umwelt zu überleben: Dank bakterieller Kälteschutzproteine können die wechselwarmen Würmer das Meeressediment der Antarktis besiedeln. Das zeigt eine Studie anhand von Analysen des Erbguts und der Proteine der Würmer. Die Bakterien wiederum...

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