Gesundheit A-Z
Sklerodermie
Veränderungen des Gefäß- und Bindehautgewebsystems, vermutlich aufgrund einer Autoimmunerkrankung. 1. progressive, systemische Sklerodermie: überwiegend bei Frauen auftretende Erkrankung, die mit Durchblutungsstörungen an Händen und Füßen (Raynaud-Syndrom), Gelenkschmerzen und Wassereinlagerungen beginnt. Später verhärtet sich die Haut an den Fingern, die Finger werden zunehmend unbeweglich und verkrümmen sich; das Gewebe an den Fingerkuppen zerfällt. Die Veränderungen dehnen sich im weiteren Verlauf der Erkrankung immer mehr über den Körper aus (Maskengesicht). Schließlich werden auch Organe in Mitleidenschaft gezogen, z. B. die Speiseröhre (Schluckbeschwerden), die Lungen (Lungenfibrose mit Bluthochdruck im Lungenkreislauf und Rechtsherzbelastung), das Herz (Myokardfibrose, Koronarsklerose), die Nieren (Nierensklerose) und der Verdauungstrakt (Störung der Nahrungsaufnahme). Die Krankheit lässt sich medikamentös kaum beeinflussen und endet in der Regel tödlich, meist bedingt durch ein Lungen- oder Nierenversagen. 2. Zirkumskripte Sklerodermie: auf die Haut beschränkte Sklerodermie, z. B. Hautveränderungen in Form eines Säbelhiebs an der Stirn.
Wissenschaft
Warum das Wollnashorn verschwand
Was geschah mit den gehörnten Zottel-Kolossen? Eine Studie wirft neues Licht auf die Ursachen des Aussterbens der Wollnashörner am Ende der letzten Eiszeit. Die Rekonstruktion ihrer Populationsgeschichte legt nahe, dass eine Kombination aus klimabedingter Lebensraumfragmentierung und geringer, aber anhaltender Bejagung durch den...
Wissenschaft
Sanfter Strom
Mit nichtinvasiven Hirnstimulationen lassen sich Patienten nach einem Schlaganfall Erfolg versprechend behandeln. Auch bei Depressionen kann das Verfahren zum Einsatz kommen. von CHRISTIAN JUNG Ein Schlaganfall verursacht viel Durcheinander im Gehirn. Ausgelöst durch einen schlagartig auftretenden Mangel an Sauerstoff, kommt es...