Gesundheit A-Z
Alzheimer-Krankheit
eine in der zweiten Lebenshälfte auftretende und chronisch fortschreitende Demenzerkrankung, bedingt durch eine Hirnatrophie. Die Krankheit beginnt in der Regel mit Gedächtnisstörungen, vor allem des Kurzzeitgedächtnisses. Im weiteren Verlauf kommt es u. a. zu Unruhe, Orientierungs-, Sprach- und Wahrnehmungsstörungen. Teilweise stehen auch psychische Veränderungen wie Euphorie oder Depression im Vordergrund. Die meisten Patienten verlieren innerhalb von ca. fünf bis zehn Jahren beinahe alle intellektuellen Fähigkeiten und werden voll pflegebedürftig. Die Ursache der Alzheimer-Krankheit ist noch unklar, diskutiert werden u. a. genetische Faktoren und Störungen im Proteinstoffwechsel. Häufig finden sich im Gehirn von Alzheimerkranken vermehrt Amyloidablagerungen. Die Diagnose kann nur anhand der Symptome, manchmal mit Hilfe von bildgebenden Verfahren, vor allem aber nach Ausschluss anderer möglicher Ursachen einer Demenz gestellt werden. Eine Heilung ist bisher nicht möglich. Durch Acetylcholinesterase-Hemmer lässt sich der Prozess aber etwas verzögern.
Wissenschaft
Gehst du gut, geht’s dir gut
Krankheiten wie Multiple Sklerose, Parkinson oder eine Herzschwäche machen sich im Gangbild bemerkbar. Das sorgt für erhebliche Mobilitätseinbußen, birgt aber auch Potenzial für neue Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten. von ROLF HEßBRÜGGE Fabian Horst von der Universität Mainz hat einen kostbaren Datenschatz...
Wissenschaft
Kein Kollaps im Paradies auf Erden
Ostern 1722 sind niederländische Seefahrer irgendwo zwischen dem südamerikanischen Kontinent und Neuseeland auf eine Insel gestoßen, die als einsamster Ort der Erde bekannt wurde. Denn sie liegt am weitesten von jeder anderen menschlichen Siedlung entfernt. Die Niederländer gaben dem kleinen Flecken Land im riesigen Meer den...