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Alois Alzheimer

Vor 150 Jahren wurde der Entdecker der Alzheimer-Demenz geboren

Sie ist die größte Angst vieler älterer Menschen: Alzheimer. Denn die fortschreitende Demenz unbekannter Ursache trifft immer mehr Menschen weltweit. Bekannt ist die Krankheit aber schon seit mehr als hundert Jahren. Der Neurologe Alois Alzheimer, der am 14. Juni vor 150 Jahren geboren wurde, machte sie als erster bekannt. Heute weiß man zwar sehr viele mehr über die Demenzerkrankung, heilen aber kann man sie noch immer nicht.

SW-Foto Alois Alzheimer, vor 1915
Alois Alzheimer, vor 1915

Dank guter medizinischer Versorgung und ausreichender Nahrung werden wir immer älter und bleiben länger fit. Die Zeiten, in denen Menschen ab 60 zum „alten Eisen“ gehörten, sind vorbei. Doch die längere Lebenserwartung hat auch ihre Schattenseite. Denn je älter wir werden, desto höher ist das Risiko, eine typische Alterskrankheit wie Alzheimer zu entwickeln. Schon heute ist Alzheimer eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. 26,6 Millionen Menschen weltweit leiden an der Demenz – allein in Deutschland sind es 1,2 Millionen. Und in Zukunft soll sich diese Zahl noch deutlich erhöhen. Für das Jahr 2030 rechnen Experten für Deutschland mit 2,3 Millionen Erkrankten.

 

 

Eine Patientin mit seltsamer Verwirrung

Entdeckt hat diese Demenzerkrankung der 1864 im unterfränkischen Marktbreit geborene Alois Alzheimer. Der Neurologe untersuchte Anfang des 20. Jahrhunderts eine Patientin, Auguste Deter, die klare Symptome einer starken geistigen Verwirrung zeigte: Sie war orientierungslos, vergesslich, erkannte manchmal selbst nahe Angehörige nicht. Dazu kamen schnelle Stimmungsschwankungen, Ängste und weitere Auffälligkeiten.

Schon damals konnte Alzheimer der Patienten nicht helfen, beschloss aber, nach ihrem Tod ihr Gehirn zu untersuchen – vielleicht würde dies klären, woran die Frau litt. Als August Deter im April 1906 starb, präparierte Alzheimer ihr Gehirn und stieß tatsächlich auf Auffälligkeiten: In einigen Hirnbereichen schien die graue Masse stark geschrumpft, unter dem Mikroskop fanden sich zudem Eiweißablagerungen in und an den Zellen, die dort nicht hingehörten.

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