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Was ermöglichte die friedliche Koexistenz?

Die rechtliche Position der Juden und Christen in den islamischen Ländern wurde im Vertrag der Dhimma geregelt. Den »Dhimmi« wurden darin Glaubens- und Gottesdienstfreiheit, Autonomie in den Gemeindeangelegenheiten und die freie Berufsausübung gewährt. Sie mussten für diese Rechte jedoch eine Sondersteuer entrichten und bestimmte Kleidervorschriften beachten. Der Neubau von Synagogen, das Tragen von Waffen und das Reiten zu Pferde war ihnen untersagt.

Die Dhimma machte die Juden zu Bürgern zweiter Klasse. Im Alltagsleben war jedoch die friedliche Koexistenz zwischen Muslimen und Juden möglich. Obwohl es keine Einschränkungen bei der Berufswahl gab, wählten Juden häufig jene Berufe, die für Muslime verboten waren. Lederverarbeitung, Weinherstellung und -verkauf sowie die Beschäftigung mit Edelmetallen wurden zu jüdischen Domänen. Auch Berufe, die unter den Muslimen unbeliebt waren, weil man dabei zu häufig mit Ungläubigen in Kontakt kam, wie zum Beispiel Diplomatie, Handel und Finanzwesen wurden jüdisch. Häufig lebten die Juden in eigenen Vierteln, meist freiwillig und aus religiösen Gründen, wie in den Juderías in Spanien.

Wissenschaft

Galaktische Geisterteilchen

Erstmals wurden energiereiche Neutrinos von der Milchstraße gemessen. von RÜDIGER VAAS Es gibt eine neue Karte unserer Welt – sehr unscharf, mit vielen weißen Flecken und Fragezeichen. Aber es zeichnen sich bereits erste Strukturen ab – wie im Nebel noch, doch bald werden wir klarer sehen. Es ist ein Gefühl wie bei der Entdeckung...

Balve, Saurier
Wissenschaft

Saurier im Sauerland

Das ganze Artenspektrum der Wirbeltiere, die vor rund 125 Millionen Jahren nahe der Kleinstadt Balve lebten, ist in einem Steinbruch auf wenigen Kubikmetern verewigt. von KLAUS JACOB Der Steinbruch im Sauerland in der Nähe der Kleinstadt Balve ruht schon lange. Dichtes Unkraut hat sich an vielen Stellen breitgemacht. Kein Laster...

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