Wissensbibliothek
Was ermöglichte die friedliche Koexistenz?
Die rechtliche Position der Juden und Christen in den islamischen Ländern wurde im Vertrag der Dhimma geregelt. Den »Dhimmi« wurden darin Glaubens- und Gottesdienstfreiheit, Autonomie in den Gemeindeangelegenheiten und die freie Berufsausübung gewährt. Sie mussten für diese Rechte jedoch eine Sondersteuer entrichten und bestimmte Kleidervorschriften beachten. Der Neubau von Synagogen, das Tragen von Waffen und das Reiten zu Pferde war ihnen untersagt.
Die Dhimma machte die Juden zu Bürgern zweiter Klasse. Im Alltagsleben war jedoch die friedliche Koexistenz zwischen Muslimen und Juden möglich. Obwohl es keine Einschränkungen bei der Berufswahl gab, wählten Juden häufig jene Berufe, die für Muslime verboten waren. Lederverarbeitung, Weinherstellung und -verkauf sowie die Beschäftigung mit Edelmetallen wurden zu jüdischen Domänen. Auch Berufe, die unter den Muslimen unbeliebt waren, weil man dabei zu häufig mit Ungläubigen in Kontakt kam, wie zum Beispiel Diplomatie, Handel und Finanzwesen wurden jüdisch. Häufig lebten die Juden in eigenen Vierteln, meist freiwillig und aus religiösen Gründen, wie in den Juderías in Spanien.
Müssen wir das Fliegen aufgeben?
Im Dezember 2022 hat die Europäische Kommission einem Gesetzentwurf des französischen Parlaments zugestimmt, der alle Kurzstreckenflüge in unserem Nachbarland verbietet, für die es eine alternative Zugverbindung mit einer Fahrzeit von weniger als zweieinhalb Stunden gibt. Viele der betroffenen Flugverbindungen sind vermutlich...
Rechnen mit hochfliegenden Elektronen
Rydberg-Atome mit extrem angeregten Elektronenzuständen sind wichtig für die Quantentechnologie. Stuttgarter Forscher haben nun einen besonders langlebigen Rydberg-Zustand erzeugt. von DIRK EIDEMÜLLER Normalerweise tummeln sich Elektronen so nahe wie möglich am Atomkern. Nach den Gesetzen der Quantenphysik besetzen sie dabei...