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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

Knüttelvers

Knụ̈t|tel|vers
m.
1
paarweise gereimter Vers mit vier Hebungen;
<auch>
Knittelvers
[da die Hebungen nicht immer mit der sinntragenden Silbe zusammenfallen und die Senkungen unregelmäßig sind, wirkt der Vers schwerfällig und holprig wie ein
Knüttel;
wahrscheinlich Lehnübersetzung von
lat.
versus rhopalicus
„Keulenvers, keulenartiger Vers“, d. h. ein Vers, der zum Ende hin immer dicker bzw. schwerfälliger wird, da jedes Wort eine Silbe länger ist als das vorhergehende]
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