Wahrig Herkunftswörterbuch
Alabaster
dem Marmor ähnliche Gipsart
♦
aus
griech.
alabastros, alabastos als Bezeichnung für dieses Material sowie griech.
alabastron, alabaston „Gefäß für Salbe aus diesem Material“; die weitere Herkunft ist nicht geklärt. Nach E. O. Lippmann (zitiert nach Lüschen) könnte griech.
alabe „ohne Henkel“ (aus griech.
a– „nicht“ und griech.
labe „Henkel“) zuerst das Gefäß und dann auch dessen Material bezeichnet haben, doch fehlt dabei die Erklärung für die letzte Silbe. Oft wird das Wort auch vom Namen der mittelägypt. Stadt griech.
Alabastron (polis) „Stadt des Alabasters, der Alabastergefäße“ abgeleitet, doch ist diese erst spätgriechisch nach dem Material oder den daraus gefertigten Gefäßen benannt worden, ägyptisch hieß sie Hebenu. Ägypt. Ursprung des Wortes vermutet G. Fecht („Wortakzente und Silbenstruktur“, in: Ägypt. Forschungen, Bd. 21, 1960), und zwar aus griech.
ana(r)–bast(et) „Stein der (Göttin) Bastet“, weil der Name der Göttin und ihrer Stadt Bubastis mit der Hieroglyphe bas, die ein Salbgefäß aus Alabaster darstellt, geschrieben wird. (Dass es sich bei der Hieroglyphe um ein Gefäß aus Alabaster handelt, ist deshalb anzunehmen, weil die Ägypter konsequent Gefäße nur in bestimmter Form und aus bestimmtem Material für bestimmte Dinge verwendeten.)
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