Wahrig Herkunftswörterbuch
Quarantäne
1.
Absonderung ansteckungsverdächtiger Personen oder Tiere
2.
eigtl.:
vorgeschriebene Wartezeit für einreisende Personen und eingelaufene Schiffe, die aus krankheitsverseuchten Gegenden kommen
♦
aus
frz.
quarantaine „Anzahl, Summe von vierzig; vierzigtägige Fastenzeit vor Ostern; vierzigtägige Absonderung bei Ansteckungsverdacht“, zu frz.
quarante „vierzig“, über vulgärlat.
quarranta aus lat.
quadraginta „vierzig“; am Ende des 14. Jh. wurde in den oberital. Häfen zur Abwehr der Pest eine Wartezeit von 30 Tagen für einlaufende Schiffe eingeführt, die jedoch vorsichtshalber bald auf 40 Tage erhöht wurde; man konnte bei dieser Erhöhung auf eine religiöse Tradition zurückgreifen, da in der Bibel der Zeitraum von 40 Tagen eine große Rolle spielt, z. B. zogen sich Moses und Jesus zum Fasten 40 Tage in die Wüste zurück
Wissenschaft
»Es gibt kein Limit«
Wer sein Gehirn fordert und seinen Zellen Gutes tut, kann bis ins hohe Alter fit im Kopf bleiben. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Frau Prof. Schäfer, ab wann sprechen Sie vom „alternden Gehirn“? Im Grunde genommen altert das Gehirn, sobald wir aufhören zu wachsen. Der Alterungsprozess fängt also fast mit der Geburt oder...
Wissenschaft
Rechnen mit hochfliegenden Elektronen
Rydberg-Atome mit extrem angeregten Elektronenzuständen sind wichtig für die Quantentechnologie. Stuttgarter Forscher haben nun einen besonders langlebigen Rydberg-Zustand erzeugt. von DIRK EIDEMÜLLER Normalerweise tummeln sich Elektronen so nahe wie möglich am Atomkern. Nach den Gesetzen der Quantenphysik besetzen sie dabei...