Wahrig Herkunftswörterbuch
dingfest machen
Das nur in der Wendung jemanden dingfest machen „jemanden verhaften, festhalten“ auftretende Adjektiv dingfest ist zwar erst 1852 im ersten Buch des dreibändigen Jugendlebens von Bogumil von der Goltz bezeugt, doch es verweist auf einen alten deutschen Rechtsbrauch. Der erste Bestandteil Ding bedeutet hier nicht „Sache“, sondern „Gerichtsversammlung“ und ist verwandt sowohl mit dem altnordischen Wort þing „Versammlung“ als auch mit dem nhd. Wort sich verdingen „sich verpflichten“. Der inzwischen untergegangene Gegensatz zu dingfest lautete dingflüchtig (mhd. dincflühtic) und bezeichnete jemanden, der vor dem Gericht geflohen war. In den Wörtern für die Parlamente von Dänemark (Folketing) und Norwegen (Storting) tritt das Wort noch heute als Zweitbestandteil auf.
Wissenschaft
Depressionen verändern Essensvorlieben
Depressive Menschen bevorzugen andere Lebensmittel als gesunde Menschen. Das zeigt eine Studie, die 117 Menschen mit und ohne Depressionen zu ihrer Vorliebe für bestimmte Lebensmittel befragt hat. Demnach haben Personen mit Depressionen zwar generell weniger Appetit, entwickeln dafür aber eine Vorliebe für Nahrung mit besonders...
Wissenschaft
Kampf dem Krach im Meer
Der Lärm von Maschinen und Schiffsmotoren setzt vielen Meeresbewohnern zu. Dabei gibt es wirksame Techniken, um den Schall zu dämpfen. von HARTMUT NETZ Es geschah an einem sonnigen Morgen im März 2000. An mehreren Stränden der Bahamas wurden 17 Wale angetrieben, darunter 6 Cuvier-Schnabelwale – eine in der Tiefsee lebende Art,...