Wahrig Synonymwörterbuch

Von krummen und dollen Dingern

Ding ist ein wenig differenziertes Allerweltswort für Sache oder Gegenstand. Objekt lautet das lateinische Fremdwort für Gegenstand und ist mithin, wie die meisten Fremdwörter, ein gehobener Ausdruck. Umgangssprachlich werden Dings, Dingsda und Dingsbums verwendet.
Die Begriffe Materie, Substanz und Element werden oft in einem naturwissenschaftlichen oder auch einem philosophischen Zusammenhang gebraucht.
Es gibt eine ganze Reihe von Redensarten mit der Vokabel Ding. Verstärkend wird das Wort in der Wendung ein Ding der Unmöglichkeit benutzt, das heißt, etwas ist völlig/ganz und gar unmöglich. Ausdrücke der Überraschung sind Formulierungen wie das ist (ja) ein Ding, ist das ein (dickes/dolles) Ding oder mach keine Dinger.
Wer guter Dinge ist, strahlt Optimismus oder Freude aus. Wenn man unverrichteter Dinge geht, dann hat man nichts erreicht. Meist ironisch gemeint ist der Ausdruck über den Dingen stehen. Jemand, der so beschrieben wird, kümmert sich nicht um Alltagsfragen oder lebt in einer Phantasiewelt. Jemandem ein Ding verpassen ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für »jemandem schaden/eins auswischen«. Die ursprüngliche Bedeutung von Ding als einem juristischen Begriff, der einen Fall bezeichnete, der einst vor das ThingGericht kam, ist in einigen Redewendungen auch noch erkennbar.
Ein (krummes) Ding drehen ist die gaunersprachliche Umschreibung für »ein Verbrechen begehen«. Das Gemeinte bleibt dabei ebenso vage wie in der Wendung nicht mit rechten Dingen zugehen. Sie besagt, dass etwas auf unrechte Weise geschieht oder aber mit übernatürlichen, unerklärbaren Kräften verknüpft ist. Jemanden dingfest machen heißt schließlich eine Person zu verhaften (und sie damit vor Gericht zu bringen).
Buch,_Max-Delbrueck-Centrum_fuer_Molekulare_Medizin
Auf_dem_Bild:_Dr._Mina_Gouti
Foto:_Pablo_Castagnola
Wissenschaft

Gehirn aus der Petrischale

In der Hirnforschung gibt es ein molekulares Werkzeug, mit dem Forschende zumindest Teile der Entwicklung des Gehirns verfolgen können. Sie überwinden immer mehr Schwächen dieser Organoide. von RAINER KURLEMANN Das Gehirn eines Embryos ist ein empfindliches Organ. Die Wissenschaft kann es nicht untersuchen, weil die Forschung dem...

Phaenomenal_NEU.jpg
Wissenschaft

Immer schön eins nach dem anderen

Warum Multitasking meist nicht zu einer höheren Produktivität führt, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. „Multitasking“, die gleichzeitige Arbeit an zwei oder mehr Aufgaben, ist in aller Munde, verspricht die Methode doch, wertvolle Zeit zu sparen. Doch das ist ein Trugschluss. Unser Gehirn ist darauf angelegt, zu erledigende...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon