Wahrig Herkunftswörterbuch

Strohwitwe
Das Stroh hat in deutschen Wendungen seinen festen Platz, etwa im Strohfeuer, das schon bei Ovid für eine „heftige, aber viel zu kurze Begeisterung“ steht. Ein Strohkopf ist dumm, weil er nicht viel mehr als Stroh im Kopf hat, und er ähnelt damit nicht nur der Vogelscheuche, sondern auch dem Strohmann. Dieser Begriff ist jüngeren Datums und beschreibt eine Person, die im Vordergrund für einen unbekannten Drahtzieher handelt. Zwar um eine Frau, doch nicht um die Witwe eines Strohmanns handelt es sich bei der seit dem frühen 18. Jh. dokumentierten Strohwitwe. Hier steht das Stroh für das Nachtlager, in dem die für eine gewisse Zeit auf sich selbst Angewiesene keinen wärmenden, liebenden Gatten vorfindet. Die Trauer der Alleingebliebenen vermengt sich hier jedoch mit der Freude darüber, auch einmal frei und unabhängig zu sein. Davon abgeleitet wurde später die männliche Form Strohwitwer.
Oktopus
Wissenschaft

Unterschätzte Intelligenz

Studien zu Oktopussen und Krebsen zeigen: Auch wirbellose Tiere sind schlau – und empfindsam. von BETTINA WURCHE Im schlammigen Meeresboden gräbt ein Oktopus eine Kokosnussschale aus, klemmt sie sich unter die Arme und marschiert davon. Als er eine zweite Schale findet, setzt er sich hinein und zieht die andere als Dach über sich...

Harder-Gletscher
Wissenschaft

Gewaltige Flut riss Krater in Grönlands Eisschild

Durch die globale Erwärmung taut der grönländische Eisschild. Das Schmelzwasser fließt dabei üblicherweise ins Meer. Mitunter kann es allerdings auch zerstörerische Kraft entfalten, wie nun eine Studie enthüllt. Satellitendaten zeigen, dass im Jahr 2014 ein unter der Eisschicht gelegener Schmelzwassersee mit solcher Wucht nach...

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