Wahrig Herkunftswörterbuch
Strohwitwe
Das Stroh hat in deutschen Wendungen seinen festen Platz, etwa im Strohfeuer, das – schon bei Ovid – für eine „heftige, aber viel zu kurze Begeisterung“ steht. Ein Strohkopf ist dumm, weil er nicht viel mehr als Stroh im Kopf hat, und er ähnelt damit nicht nur der Vogelscheuche, sondern auch dem Strohmann. Dieser Begriff ist jüngeren Datums und beschreibt eine Person, die im Vordergrund für einen unbekannten Drahtzieher handelt. Zwar um eine Frau, doch nicht um die Witwe eines Strohmanns handelt es sich bei der seit dem frühen 18. Jh. dokumentierten Strohwitwe. Hier steht das Stroh für das Nachtlager, in dem die für eine gewisse Zeit auf sich selbst Angewiesene keinen wärmenden, liebenden Gatten vorfindet. Die Trauer der Alleingebliebenen vermengt sich hier jedoch mit der Freude darüber, auch einmal frei und unabhängig zu sein. Davon abgeleitet wurde später die männliche Form Strohwitwer.
Wissenschaft
Wenig Raum für Nachhaltigkeit
Tiny Houses gelten als optimales Zuhause für einen umwelt- und klimafreundlichen Lebensstil. Aber wie nachhaltig sind die meist hölzernen Winzlinge wirklich? von ROLF HEßBRÜGGE Für die einen ist es ein romantischer Wohntraum, für andere der Inbegriff einer minimalistischen Lebensweise im Einklang mit der Natur: das Tiny House....
Wissenschaft
Die Quanten-Arena
Wo die Gesetze der Quantenmechanik das Zepter führen, stoßen klassische Experimente und selbst die leistungsstärksten Supercomputer an ihre Grenzen. Doch es gibt einen anderen Weg, um neue Erkenntnisse über den Mikrokosmos zu gewinnen: das Konzept der Quantensimulation. von RALF BUTSCHER Wenn Johannes Zeiher die Steuerung für...