Wahrig Herkunftswörterbuch

Teddybär
Theodore, genannt Teddy Roosevelt wurde im Jahre 1901 mit 42 Jahren jüngster Präsident der USA, und er ist der Nachwelt nicht nur als eine der vier in Stein gemeißelten Präsidentenbüsten von Mount Rushmore, sondern auch als Namensgeber des Stoff und Plüschbären bekannt. So zumindest will es die USLegende, nach der Roosevelt, ein passionierter Bärenjäger, 1902 ein ihm zum Abschuss vorgesetztes Bärenjunges verschonte. Dies hielt ein Washingtoner Karikaturist fest. Ein russisches Einwandererehepaar sah diese Karikatur, bastelte einen Bären und stellte ihn in das Schaufenster seines Brooklyner Ladens. Angeblich gab ihm Roosevelt die schriftliche Erlaubnis, diesen Bären als Teddy's bear zu bezeichnen.In Deutschland sieht man dagegen Margarethe Steiff als die Erfinderin des Teddybären an, wenn auch die Namensgeberschaft Teddy Roosevelts nicht bestritten wird. Einer ihrer Bären sei auf verschlungenen Wegen von Leipzig nach New York gelangt und dort als Dekoration der Hochzeitstafel von Roosevelts Tochter verwendet worden. Diese war von dem Bären so begeistert, dass sie ihn Teddy nannte, wie ihr Vater in Familienkreisen genannt wurde.
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Das Atom der Biologen

Anfang der 1930er-Jahre lauschte ein junger Mann namens Max Delbrück, der 1969 als Empfänger des Nobelpreises für Medizin gefeiert werden sollte, in Kopenhagen der Rede des großen Physikers Niels Bohr, die von „Licht und Leben“ handelte. Bohr machte darin den Vorschlag, man solle in der Biologie das Gleiche versuchen, das in...

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Verkannte Artefakte

Lange Zeit funktionierte die moderne Bioforschung hauptsächlich reduktionistisch: Man trennte die Komponenten, die einen interessierten, aus dem Gesamtsystem heraus und studierte sie isoliert in „Einzelhaft“. Erfolgreich war das allemal: Heerscharen von Forscherinnen und Forschern, die im Labor jahrelang Proteine gereinigt oder...

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