Wahrig Herkunftswörterbuch
vogelfrei
Ein häufiges Missverständnis begleitet die Redewendung jemanden für vogelfrei erklären „für hilf– und schutzlos erklären“. Diese alte Formel aus dem späten 15. bzw. frühen 16. Jahrhundert, die im weitesten Sinne der Rechtssprache zugehörig war, bedeutet nämlich nicht „frei wie ein Vogel sein, auf den jeder schießen darf“, denn die Vogeljagd gehörte zum sogenannten Wildbann, dem königlichen Jagdrecht: Ursprünglich war diese Jagdform dem König vorbehalten. Vielmehr bezieht sich das Wort vogelfrei darauf, was mit dem Körper des Geächteten nach dessen Ableben geschah: Diesem nämlich versagte man das Grab und überließ ihn den aasfressenden Vögeln auf dem Schindanger. Es handelt sich hier um die Lehnübersetzung der
lat.
Formel avibus permissus „den Vögeln erlaubt“.
Wissenschaft
Bernsteinfunde geben Einblick in die Lebenswelt Gondwanas
In Bernstein eingeschlossene Insekten und Pflanzenteile öffnen ein Fenster in vergangene Zeiten. Die meisten dieser Einschlüsse stammen allerdings von der Nordhalbkugel. Nun haben Forschende auch in Ecuador große Bernsteinvorkommen mit zahlreichen Einschlüssen entdeckt. Erhalten sind verschiedene Insekten sowie Spinnweben. Die...
Wissenschaft
»Der Klimawandel gefährdet unsere eigene Existenz«
Schadstoffe in der Luft machen anfälliger für Allergien. Wer das Klima schützt, tut auch Gutes für die eigene Gesundheit. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Frau Prof. Traidl-Hoffmann, macht uns der Klimawandel krank? Ja, und zwar von Kopf bis Fuß. Der Klimawandel betrifft die mentale Gesundheit sowie Herz, Lunge und...