Wahrig Herkunftswörterbuch
vogelfrei
Ein häufiges Missverständnis begleitet die Redewendung jemanden für vogelfrei erklären „für hilf– und schutzlos erklären“. Diese alte Formel aus dem späten 15. bzw. frühen 16. Jahrhundert, die im weitesten Sinne der Rechtssprache zugehörig war, bedeutet nämlich nicht „frei wie ein Vogel sein, auf den jeder schießen darf“, denn die Vogeljagd gehörte zum sogenannten Wildbann, dem königlichen Jagdrecht: Ursprünglich war diese Jagdform dem König vorbehalten. Vielmehr bezieht sich das Wort vogelfrei darauf, was mit dem Körper des Geächteten nach dessen Ableben geschah: Diesem nämlich versagte man das Grab und überließ ihn den aasfressenden Vögeln auf dem Schindanger. Es handelt sich hier um die Lehnübersetzung der
lat.
Formel avibus permissus „den Vögeln erlaubt“.
Wissenschaft
Unter Primaten gibt es ähnlich viele Alpha-Weibchen wie Alpha-Männchen
Männchen gelten unter Primaten als das meist dominante Geschlecht und männliche Macht als der Standard der Natur. Doch eine neue Studie widerlegt diese Annahme. Demnach sind die Machtverhältnisse zwischen Männchen und Weibchen nicht immer eindeutig und einseitig. Bei den allermeisten Primatenarten gibt es gar keine klare Dominanz...
Wissenschaft
Verständnis für soziale Strukturen fördert den eigenen Aufstieg
Wer sozial gut vernetzt ist, bringt es oft besonders weit auf der Karriereleiter. Doch welche Faktoren bestimmen darüber, ob wir uns mit den „richtigen“ Personen anfreunden? Eine Studie hat nun erhoben, wie sich die sozialen Netzwerke von Studierenden in ihrer Anfangszeit an der Universität entwickeln. Das Ergebnis: Wer bereits...