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Ökoeffizienz

Mehr durch weniger – das ist das Prinzip der Öko-Effizienz. Ein klassisches Win-Win-Prinzip also. Umweltressourcen sollen eingespart und dadurch die Kosten reduziert werden. Ökologie und Ökonomie sollen dadurch gleichermaßen zu Gewinnern werden, weil mit weniger Energie und Ressourcenaufwand mehr produziert werden kann.

Ford-Fließband-Produktion

1913, Michigan: Fließband in der Autofabrik Ford.

Das ist eigentlich ein recht altes Prinzip. Bereits Henry Ford setzte auf schlanke Verfahren und sparte Geld durch das Recycling von Materialien. Er reduzierte den Einsatz von Ressourcen und minimierte Verpackungen. Im Jahre 1926 schrieb er: „Man muss aus Energie, Material und Zeit das meiste herausholen.“ Der Begriff der Öko-Effizienz wurde allerdings viele Jahrzehnte später geprägt - 1991. In Vorbereitung auf dem Welt-Umweltgipfel in Rio hatte der Schweizer Unternehmer Stephan Schmidheiny dem von ihm ins Leben gerufenen World Business Council for Sustainable Development (WBCSD), dem Handelsrat für Nachhaltige Entwicklung, empfohlen, für das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung einen adäquaten Begriff für Unternehmer zu finden. So schufen die 120 Wirtschaftsbosse aus 33 Ländern das Wort „Öko-Effizienz“ und versuchten fortan das Thema in den großen, internationalen Konzernen zu etablieren. Motiviert von der Möglichkeit, die negativen ökologischen Auswirkungen und der Ressourcenintensität über dem gesamten Lebenszyklus eines Produkts zu verringern, um so deren Herstellung mit der Tragfähigkeit der Erde in Einklang zu bringen, definierten sie Ökoeffizient als den Quotienten aus dem „wirtschaftlichen Wert eines Produkts“ und den „Auswirkungen auf die Umwelt“.


Recycling

Recyclingkreislauf

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Iris Hilberth
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