Daten der Weltgeschichte

Konrad I. designiert Heinrich (I.)
Widukind, Mönch in Corvey (* um 925,  nach 973), berichtet in seinen Drei Büchern der Sachsengeschichte, wie der sterbende König Konrad I. den Herzog von Sachsen, Heinrich I. zu seinem Nachfolger bestimmt:
Der König aber brach nach Bayern auf und kämpfte mit Arnulf [Herzog von Bayern], und da er, wie berichtet wird, dort verwundet wurde, kehrte er in sein Land zurück. Als er nun merkte, dass ihm seine Krankheit so viel zu schaffen machte..., rief er seinen Bruder [Eberhard], der gekommen war, ihn zu besuchen, und sprach also zu ihm: Ich fühle, mein Bruder, dass ich dieses Leben nicht mehr länger behalten werde auf Geheiß Gottes, der es so will, und weil die schwere Krankheit es verlangt. Deshalb sollst du das Deinige bedenken, und weil man am meisten auf dich sehen wird, so sollst du an das ganze Reich der Franken denken und meinen Beschluss als dem deines Bruders zustimmen. Wir besitzen, mein Bruder, viele Truppen, die wir aufbieten und führen können, dazu Schätze, Städte, und Waffen und königliche Abzeichen und alles, was die Zierde der Könige ausmacht, außer dem Königsheil. Das Königsheil, mein Bruder, folgt beharrlich Heinrich, und an der Spitze der Allgemeinheit steht der sächsische Stamm. Du sollst also mit allen diesen Abzeichen..., den goldenen Armringen, dem Königsmantel, dem Schwerte der alten Könige und der Krone zu Heinrich gehen, mit ihm Frieden machen und ihn für immer zum Verbündeten gewinnen. Warum ist es denn notwendig, dass das Volk der Franken mit dir vor ihm erliegt? Er aber wird wirklich wirklich König sein und Herrscher über viele Völker. Nach diesen Worten erklärte sich sein Bruder unter Tränen einverstanden. Darauf starb der König, ein tapferer und mächtiger Mann, der Beste zu Hause und im Felde, freigiebig und durch alle Tugenden berühmt...
Bronzezeit, Attila
Wissenschaft

Ein Hügel für Attila?

Um den 30 Meter hohen Schlossberg von Udine ranken sich Legenden. Natürlich entstanden oder von Menschen gemacht, das war die Frage. Bis vor Kurzem. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Als Attila im Jahr 452 den Norden Italiens heimsuchte, ließ er die Stadt Aquileia niederbrennen. Damit der als „Geißel Gottes“ gefürchtete Hunnenkönig den...

Knochen
Wissenschaft

Blutvergießen an der Tollense

Knapp 30 Jahre ist es her, dass an den Ufern der Tollense im heutigen Mecklenburg-Vorpommern ein pfeildurchbohrter Knochen gefunden wurde. In der Folgezeit trugen die Archäologen Überreste von etwa 140 Menschen zusammen. Die Untersuchungen ergaben: Sie sind etwa 3.300 Jahre alt. Doch was damals im Tollensetal geschah, ist bis...

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