Lexikon
Mỵthos
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Mythusder; griechisch, „Erzählung“
]Götter-, Dämonen- und Heldengeschichte der Frühkulturen. Der Mythos ist eine Weltauslegung und Lebensdeutung in erzählerischer Berichtsform, versehen mit Symbolen, Visionen und fabulierenden Darstellungen, die jedoch eine allgemeine Wahrheit enthalten. Im Mythos wird das Handeln und Wirken von Göttern in Anlehnung an menschliche Verhältnisse dargestellt (Götterfamilien, Göttergeschlechter); die schriftliche Niederlegung und dichterische Ausformung der Mythen kennzeichnet den Beginn der abendländischen Literatur, die immer wieder zentrale Motive des Mythos aufgreift und umformt. Bedeutend für die europäische Kultur sind die griechisch-römischen Mythen, die seit Homer und Hesiod zum Stoff der Dichtung wurden und bis ins 18. Jahrhundert hinein durch die Rezeption der Antike literarische Motive lieferten. Die Dichter der Romantik griffen daneben auf nordische, später auch auf indische Mythen zurück. In der heutigen Forschung wird der Mythos als rituelle Wiederholung eines Urereignisses gedeutet, als erzählerische Aufarbeitung menschlicher Urängste.
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