Wissensbibliothek

Widmete sich der Mediziner gleich der Forschung?

Koch tat sich im Studium bei der wissenschaftlichen Forschung hervor und verfasste mehrere Abhandlungen im Bereich der Anatomie und Physiologie. Nachdem er 1866 sein Medizinstudium in Berlin abgeschlossen hatte, arbeitete er in einem Hamburger Krankenhaus und dann an verschiedenen Orten als Landarzt. Eine wissenschaftliche Karriere wäre ihm zwar lieber gewesen, doch dazu fehlten die finanziellen Mittel. Das wurde erst anders, als er 1872 in Wollstein, in der Provinz Posen, eine Anstellung als Kreisphysikus annahm.

Sein wissenschaftlicher Forschergeist wurde 1873 dort zu neuem Leben erweckt. Robert Koch nahm sich vor, einer Milzbrandseuche auf den Grund zu gehen, der zahlreiche Tiere und einige Menschen zum Opfer gefallen waren. Koch reiste 1876 nach Breslau, um dem damals führenden deutschen Bakteriologen, dem Botaniker Ferdinand Cohn (1828–1898), das Ergebnis seiner Untersuchungen vorzuführen. Der war begeistert, und der Nachweis des Milzbranderregers wurde zum Auftakt des genialen Lebenswerkes Robert Kochs.

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