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Was war am »Barbier von Sevilla« so neu?
Eine vor Leben sprühende Komödiantik stellt statt Commedia-Stilisierung echte Charaktere auf die Bühne, nutzt die Melodie als Bewegungsimpuls und versetzt das Orchester mit rhythmischen Finessen und klanglicher Farbigkeit in einen Spannungszustand, der der Opera buffa alten Stils ganz unbekannt war. Der Komponist Gioachino Rossini versteht es meisterhaft, aus den verschiedenen dramatischen Situationen musikalische Affekte abzuleiten, aus denen sich dann die Handlung gleichsam harmonisch weiterentwickelt.
Und wenn in einer Arie die Handlung zum Stillstand kommt, werden die Affekte zu Bausteinen eines musikalischen Porträts. Das berühmteste Beispiel stellt die Arie Figaros dar. Wann je wäre einem anderen Opernhelden ein derart glanzvoller erster Auftritt gegönnt worden? Im Zusammenspiel von virtuosem Parlando der Singstimme und orchestralem Kommentar gewinnt die Musik eine außerordentliche explosive Kraft, die umso mehr in Staunen versetzt, da sie mit konventionellen Mitteln auskommt.
Die verschollenen Schwestern
Die Sonne entstand einst zusammen mit anderen Sternen in einem Sternhaufen. Doch wo sind diese stellaren Geschwister geblieben? von THORSTEN DAMBECK Wüst und leer sei es gewesen und außerdem finster. So soll es der Bibel zufolge zu Anbeginn der Erde gewesen sein. Doch bekanntlich sollte man Bibeltexte nicht allzu wörtlich nehmen...
Schnell wie das Licht
Die Lichtgeschwindigkeit ist eine der wichtigsten Naturkonstanten. Ohne Sie wäre die Physik des Universums nicht verständlich. von Rüdiger Vaas Im Vakuum ist Licht genau 299 792,458 Kilometer pro Sekunde schnell. Diesen Wert kürzen Physiker mit c ab (von lateinisch „celeritas“ für „Schnelligkeit“). Bis die Wissenschaft sich auf...