Wissensbibliothek
Wieso hilft Pusten, wenn der Kaffee zu heiß ist?
Wenn man auf eine heiße, dampfende Flüssigkeit pustet, entfernt man mit dem Dampf die schnellsten und damit »wärmsten« Moleküle. Die Durchschnittsgeschwindigkeit wird so gesenkt und damit auch die Temperatur. Man muss hier die Flüssigkeit und den darüber stehenden Dampf als ein System ansehen, denn es treten ständig gleichzeitig Moleküle aus der Tasse in die darüber liegende Luft ein wie auch wieder zurück in die Flüssigkeit. Und es sind gerade die schnellsten Flüssigkeitsteilchen, denen es gelingt, nach oben zu entkommen, und die langsamsten Dampfpartikel, die wieder in der Flüssigkeit aufgenommen werden. Wird also der komplette Dampf entfernt, so schickt die Flüssigkeit als Nachschub ihre dann noch schnellsten Partikel, die beim nächsten Pusten ebenfalls verloren gehen usw. Der offizielle Name dieses Effekts ist Verdunstungskühlung. Er wird von vielen Lebewesen zur Temperaturregulierung an heißen Tagen genutzt.
20 Jahre nach dem Tsunami
Wissenschaftler entwickeln Frühwarnsysteme, um weitere Katastrophen zu verhindern. von KLAUS JACOB Die Flutwelle, die vor 20 Jahren im Indischen Ozean wütete, hat die Einstellung der Menschen zum Meer verändert. Damals, ausgerechnet an Weihnachten, starben mehr als 230.000 Menschen, darunter viele Urlauber. Die meisten kannten...
Der Glaube ans Wasserklosett
„Glauben heißt nichts wissen“, wie mir mein ungläubiger Vater in den 1950er-Jahren eingehämmert hat, als seine Verärgerung über die christlichen Kirchen zunahm, deren Vertreter damals wie heute lieber die Hände falten und beten, statt die Ärmel aufzukrempeln und zu helfen. Wobei jedem auffallen wird, dass die Betenden ihr Gesicht...