Lexikon
Bangladesch
Gefährdete Demokratie
Bei freien und demokratischen Wahlen am 27. 2. 1991 siegte die BNP unter Khaleda Zia, die Premierministerin wurde. Eine Verfassungsänderung im selben Jahr ebnete den Weg vom bisherige Präsidialsystem zu einer parlamentarischen Demokratie. In der Folgezeit kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition, die zu schweren Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führten. Die Parlamentswahlen 1996 gewann die AL, geführt von Hasina Wajed. Aufgrund ausbleibender Erfolge musste die AL bei den Wahlen 2001 eine schwere Niederlage hinnehmen, so dass das Amt der Premierministerin wieder an Khaleda Zia fiel. Die innenpolitische Lage blieb weiterhin instabil. Staatspräsident wurde 2002 Iajuddin Ahmed.
Im Vorfeld der für Januar 2007 geplanten Parlamentswahlen kam es zu schweren Unruhen, so dass der Ausnahmezustand verhängt und der Urnengang abgesagt wurde. Ein von der Armee gestütztes Notstandskabinett unter Leitung von Fakhruddin Ahmed übernahm die Regierungsgeschäfte. Hasina Wajed und Khaleda Zia befanden sich wegen Korruptionsverdachts zeitweise in Untersuchungshaft. Im Dezember 2008 konnten wieder Parlamentswahlen stattfinden, die von der AL mit überwältigender Mehrheit gewonnen wurden. Hasina Wajed wurde erneut Regierungschefin und Zillur Rahman (AL) übernahm von Iajuddin Ahmed das Amt des Staatsoberhauptes.
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